Ferrexpo, Aktie

Ferrexpo Aktie: Hauptversammlung entscheidet über 100-Millionen-Finanzierung

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 07:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ferrexpo wartet auf die Zustimmung der Anteilseigner zu einer Finanzierung über rund 100 Millionen US-Dollar zur Sicherung der Liquidität.

Ferrexpo vor Aktionärsvotum über 100-Millionen-Dollar-Kapitalmaßnahme
Abstrakte Darstellung eines industriellen Bergbaugeländes bei Sonnenaufgang mit Fokus auf Investition und Schwerindustrie. Illustration mit AI erstellt.

Am letzten Handelstag verzeichnete die Aktie von Ferrexpo einen Rückgang um 2,0 Prozent auf 0,3204 Euro. Vor der anstehenden Abstimmung über die geplante Kapitalerhöhung hielten sich Marktteilnehmer spürbar zurück. Grund für die Zurückhaltung sind die bestehenden Umsetzungsrisiken im Vorfeld der Finalisierung, da die Transaktion zwingend an das Votum der Anteilseigner gebunden ist.

Entscheidung über 100-Millionen-Dollar-Finanzierung

Am morgigen Montag entscheidet sich bei einer außerordentlichen Hauptversammlung um 11:00 Uhr die Zukunft der Kapitalmaßnahme. Auf der Tagesordnung stehen die Beschlüsse zur Genehmigung einer Eigenkapitalaufnahme im Gesamtvolumen von rund 100 Millionen US-Dollar. Ohne ein positives Votum der Aktionäre kann die Finanzierung nicht abgeschlossen werden.

Das Vorhaben nimmt bereits konkrete Formen an. Das Unternehmen vereinbarte vor rund zwei Wochen die Platzung von 269,3 Millionen neuen Stammaktien zu einem Ausgabepreis von 16,5 Pence je Anteilsschein bei institutionellen Investoren. Zugleich wurden Zeichnungen für weitere 179,5 Millionen Aktien zum selben Preis zugesagt.

Ein wesentlicher Teil des Volumens entfällt auf Andriy Verevskyi, der als Ankerinvestor 50 Millionen US-Dollar zusagte und nach Abschluss 224,4 Millionen neue Aktien halten soll.

Stimmen die Eigentümer den Vorlagen morgen zu, sollen die neuen Anteilsscheine planmäßig am Dienstag, 22. September, an der London Stock Exchange zum Handel zugelassen werden.

Operative Stabilisierung und Liquiditätshilfe

Das frische Kapital soll die Liquidität des Rohstoffproduzenten sichern und den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten.

Als Ursachen für den zwischenzeitlichen Stillstand nannte der Konzern anhaltende Bedrohungen durch Angriffe auf ukrainische Seehäfen, die den Export über das Schwarze Meer massiv beeinträchtigten, sowie die Notwendigkeit, das Betriebskapital zu schonen.

Die anhaltenden Unsicherheiten im operativen Umfeld sowie die drohende Verwässerung der Altaktionäre durch die Neuausgabe von Papieren spiegeln sich deutlich in der Bewertung wider. Der morgige Ausgang der Abstimmung bildet nun die Voraussetzung dafür, ob die erhoffte finanzielle Stabilisierung umgesetzt werden kann.

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