Fermi Aktie: TensorWave-Vertrag weiter nicht wirksam
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 19:24 Uhr | Redaktion boerse-global.deFermis Rechenzentrumsvertrag mit TensorWave TEX1 ist weiterhin nicht wirksam. Wie das Unternehmen heute mitteilte, blieben bis zur Abschlussfrist am Samstag mehrere Bedingungen unerfüllt. Keine der Parteien hat jedoch gekündigt. Beide arbeiten weiter an einem Abschluss. Für Anleger bleibt damit offen, wann aus der Vereinbarung ein wirksamer Vertrag wird.
Die Aktie verliert heute -8,1%. Die Nachricht betrifft nicht nur einen verschobenen Termin: Zu den offenen Voraussetzungen gehört auch eine ausreichende Projektfinanzierung für den Bau.
Finanzierung und Genehmigungen stehen aus
Fermi hatte die Vereinbarung im August unterzeichnet. Bis zum vorgesehenen Abschluss fehlten unter anderem Arbeitsvereinbarungen und Garantien sowie Betriebspläne und eine Vereinbarung über die Servicequalität. Auch Genehmigungen der zuständigen Unternehmensgremien und die Projektfinanzierung waren nicht vollständig gesichert.
Damit hängt der Abschluss an mehreren Voraussetzungen zugleich. Entscheidend ist nicht allein, dass beide Seiten an dem Vorhaben festhalten. Sie müssen auch die vertraglich vorgesehenen Bedingungen erfüllen. Einen neuen Abschlusstermin nannte Fermi nicht.
CEO Lee McIntire betonte, Fermi und TensorWave seien weiterhin entschlossen, die Vereinbarung abzuschließen. Das ist ein wichtiges Signal für die Fortsetzung der Gespräche, ersetzt aber nicht die noch ausstehenden Voraussetzungen. Die Mitteilung beschreibt deshalb weder einen endgültigen Abbruch noch einen vollzogenen Abschluss.
Milliardenumsatz bleibt an Wirksamkeit gebunden
Der Vertrag betrifft einen nach Kundenanforderungen geplanten Rechenzentrumskomplex im Project Matador in Carson County, Texas. Vorgesehen sind 222 MW Gesamtleistung. Die phasenweise Bereitstellung soll von Ende 2027 bis zum ersten Quartal 2028 erfolgen.
Für die wirtschaftliche Einordnung zählt vor allem der Unterschied zwischen den erwarteten Vertragserlösen und einem bereits wirksamen Mietvertrag. Solange die Bedingungen offen sind, bleibt auch die Grundlage für diese Erlöserwartung unvollständig.
Fermi erwartete im August rund 6,5 Mrd. USD Vertragsumsatz über die anfängliche Laufzeit von 15 Jahren. Diese Erwartung steht unter der Voraussetzung, dass die Vereinbarung wirksam wird.
Darüber hinaus bestehen Erweiterungsrechte für zusätzliche Rechenzentren. Sie sind allerdings eine mögliche Ausbaustufe und keine Bestätigung, dass diese Erweiterungen tatsächlich umgesetzt werden.
Der nächste angekündigte Informationspunkt ist die Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen am 12. November. McIntire erwartet dort weitere Angaben oder gegebenenfalls bereits früher. Für Anleger kommt es dabei vor allem auf konkrete Fortschritte bei Finanzierung, Genehmigungen und den übrigen Abschlussbedingungen an. Die fortgesetzten Gespräche halten das Vorhaben offen; Planungssicherheit schaffen sie bislang nicht.
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