Fermi Aktie: CBRE übernimmt Betrieb von Building One
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 05:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Entwickler Fermi treibt den operativen Aufbau seines Vorzeigeprojekts Matador voran. Das Unternehmen hat den Immobiliendienstleister CBRE mit dem Betrieb und der Instandhaltung des ersten Rechenzentrums auf dem Areal beauftragt. Die operative Weichenstellung fällt in eine Phase, in der das Unternehmen zugleich an mehreren vertraglichen und internen Fronten gefordert ist.
Fünfjahresvertrag für erstes Rechenzentrum
Wie Fermi am Donnerstag bekannt gab, wurde CBRE als exklusiver Dienstleister für Betrieb und Wartung von Building One ausgewählt. Die Vereinbarung gilt für das erste Rechenzentrumsgebäude am Standort von Project Matador. Sie besitzt eine anfängliche Laufzeit von fünf Jahren ab der formellen Betriebsbereitschaft der Anlage.
Darüber hinaus umfasst der Kontrakt Verlängerungsoptionen um jeweils weitere fünf Jahre. Für Fermi Services bietet die Vereinbarung zudem die Möglichkeit, die Zusammenarbeit auf künftige Gebäude des Campus auszuweiten. Mit dem Schritt lagert das Unternehmen die technische Bewirtschaftung der ersten Einheit an einen etablierten Branchenakteur aus.
Abschluss mit TensorWave um einen Monat verschoben
Parallel zur Vergabe des Betriebsvertrags verzögert sich der endgültige Abschluss mit dem künftigen Hauptmieter. Die Fermi-Tochtergesellschaft Fermi Campus 1 LLC und TensorWave TEX1, LLC vereinbarten am Dienstag eine Verlängerung der Abschlussfrist für den geplanten Mietvertrag. Statt bis zum 30. September 2026 soll die Transaktion nun bis zum 31. Oktober 2026 unter Dach und Fach gebracht werden.
Der Vertrag umfasst eine Gesamtkapazität von 222 Megawatt und soll über eine anfängliche Laufzeit von 15 Jahren erwartete Einnahmen von rund 6,5 Milliarden $ einbringen. Die Vereinbarung bleibt jedoch an aufschiebende Bedingungen geknüpft. Dazu zählen unter anderem Verhandlungen über eine Mietgarantie sowie die noch ausstehende Finanzierung auf Projektebene.
Turbinenlieferung und juristische Auseinandersetzungen
Die infrastrukturellen Arbeiten vor Ort schreiten unterdessen voran. Am 18. September meldete Fermi die Ankunft der ersten Stromerzeugungsanlagen am Standort von Project Matador. Bei den gelieferten Einheiten handelt es sich um SGT6-5000F-Gasturbinen von Siemens Energy, deren Bereitstellung das Unternehmen als Zwischenschritt zur ersten Stromerzeugung bezeichnete. Eine Inbetriebnahme oder tatsächliche Stromproduktion ist damit noch nicht erfolgt.
Gleichzeitig schwelt hinter den Kulissen ein Führungskonflikt. Am 21. September reichte der Unternehmensgründer und größte Einzelaktionär Toby Neugebauer Medienberichten zufolge eine geänderte Klageschrift gegen drei Verwaltungsräte ein. Neugebauer wirft den Direktoren darin vor, die Kontrolle konsolidieren und Aktionärsrechte beschneiden zu wollen.
Zuvor hatte das texanische Wirtschaftsgericht am 16. September drei Anträge des ehemaligen Vorstandschefs auf einstweilige Verfügungen gegen Maßnahmen des Gremiums abgewiesen. Die reguläre Hauptversammlung ist für den 30. Oktober 2026 angesetzt.
An der Börse spiegeln sich die operativen Verzögerungen und die internen Spannungen wider. Am Freitag ging die Fermi-Aktie mit einem Minus von 2,0 Prozent bei 3,92 Euro aus dem Handel. Damit notiert das Papier nur knapp 1,0 Prozent über seinem bisherigen 52-Wochen-Tief.
Fermi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Fermi-Analyse vom 28. September liefert die Antwort:
Die neusten Fermi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Fermi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Fermi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
