Fermi, Aktie

Fermi Aktie: 6,5 Milliarden Dollar mit TensorWave

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 09:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fermi schließt ersten Mietvertrag für KI-Rechenzentrum in Texas ab. Der 15-Jahres-Deal mit TensorWave sichert dem Unternehmen rund 6,5 Milliarden US-Dollar Umsatz.

Fermi sichert sich Milliarden-Deal: KI-Rechenzentrum in Texas nimmt Form an
Abstrakte Darstellung von Hochleistungs-Rechenzentren und KI-Infrastruktur mit leuchtenden Lichtleitern. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Fermi hat am gestrigen Montag einen bedeutenden Meilenstein beim Ausbau seiner Kapazitäten für Künstliche Intelligenz (KI) erreicht. Das Unternehmen unterzeichnete den ersten verbindlichen Mietvertrag für seinen Standort „Project Matador“ im texanischen Carson County. Der Partner TensorWave wird die Infrastruktur nutzen, um dort zehntausende AMD Instinct Grafikprozessoren für rechenintensive Anwendungen zu betreiben.

Langfristige Einnahmen durch TensorWave-Leasing

Der Vertrag sieht vor, dass Fermi in einer ersten Phase eine Kapazität von 222 Megawatt zur Verfügung stellt. Über die festgeschriebene Laufzeit von 15 Jahren erwartet das Management daraus einen vertraglich gesicherten Umsatz von rund 6,5 Milliarden US-Dollar. Die Übergabe der fertigen Anlagen an den Mieter ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant.

Die Vereinbarung enthält zudem Optionen, die eine erhebliche Ausweitung der Zusammenarbeit ermöglichen. So kann die Kapazität im Erfolgsfall auf mehr als das Dreifache der ursprünglichen Phase gesteigert werden. Für Fermi markiert dieser Abschluss den strategischen Eintritt in die Bereitstellung spezialisierter Rechenzentrums-Infrastruktur für den KI-Sektor, wobei das Unternehmen von der massiven Nachfrage nach Rechenleistung profitiert.

Fortschritte am Standort Project Matador

Am Projektstandort in Texas wurden bereits Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar getätigt. Die Genehmigungslage ist fortgeschritten: Bisher sind 6 Gigawatt der geplanten Gesamtkapazität von den Behörden freigegeben worden.

Während die erste Stromlieferung allgemein für das laufende Jahr 2026 vorgesehen ist, treibt Fermi die technische Ausrüstung durch spezialisierte Partner voran. Ein EPC-Vertrag mit dem Dienstleister Primoris sieht die Installation von sechs Siemens-Turbinen vor.

Parallel zu den operativen Fortschritten durchläuft das Unternehmen eine Phase des personellen Umbruchs. Zuletzt wurde die Abberufung des Managers Neugebauer bekannt gegeben. Trotz der operativen Verluste in der Vergangenheit und jüngster Insider-Verkäufe im Volumen von mehreren Millionen Dollar werten Marktbeobachter den aktuellen Vertragsabschluss als Bestätigung für die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells.

Marktreaktion und Analysteneinschätzung

Die Anleger reagierten mit deutlichen Käufen auf die Nachricht vom Milliarden-Deal. Die Aktie verzeichnet heute ein Plus von 18,87 Prozent und klettert damit auf 6,30 Euro. Trotz dieser kräftigen Erholung notiert das Papier mit einem Abschlag von rund 77,17 Prozent noch immer signifikant unter seinem 52-Wochen-Hoch vom vergangenen Oktober.

Analysten begleiten die Entwicklung mit Optimismus. Das Bankhaus Stifel bekräftigte zuletzt seine Kaufempfehlung für den Titel. Als Kursziel rufen die Experten 17 US-Dollar auf, was erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau impliziert. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich nach dem jüngsten Kurssprung auf umgerechnet etwa 3,41 Milliarden Euro.

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