Ferguson Enterprises Aktie: Gewinn wächst, Ziel steigt
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 13:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ferguson Enterprises hat im zweiten Geschäftsquartal, das am 30. Juni 2026 endete, kräftiger verdient als im Vorjahr — und traut sich für das Gesamtjahr jetzt mehr zu. Der Baustoff- und Sanitärgroßhändler hob seine Umsatzprognose an, obwohl das wirtschaftliche Umfeld nach eigener Einschätzung weiterhin unsicher bleibt.
Der Nettogewinn stieg auf 666 Millionen Dollar, nach 634 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Der Umsatz legte um 4,6 Prozent auf 8,75 Milliarden Dollar zu. Das Ergebnis je Aktie kletterte auf 3,43 Dollar, bereinigt lag es bei 3,39 Dollar.
Margen halten trotz Gegenwind
Die operative Marge verbesserte sich leicht auf 10,2 Prozent, während die Rohertragsmarge um 20 Basispunkte auf 31,0 Prozent nachgab — ein Zeichen dafür, dass Preisdruck und Kostenkontrolle sich derzeit die Waage halten. Das bereinigte EBITDA stieg auf 994 Millionen Dollar von zuvor 963 Millionen Dollar.
Ferguson zahlt weiterhin eine Quartalsdividende von 0,89 Dollar pro Aktie, ausschüttungsberechtigt sind Anteilseigner mit Stichtag 21. August, die Auszahlung erfolgt am 7. Oktober. Zusätzlich kaufte das Unternehmen im Quartal Aktien im Wert von 202 Millionen Dollar zurück. Die Verschuldung bleibt mit einem Verhältnis von Nettoschulden zu bereinigtem EBITDA von 1,3 moderat.
FloWorks als nächster Baustein
Auf der Wachstumsseite blieb Ferguson aktiv: Fünf Übernahmen wurden im Quartal abgeschlossen, hinzu kommt eine unterzeichnete Vereinbarung zur Übernahme von FWI Holdings, besser bekannt als FloWorks — ein Anbieter technischer Ventile und Strömungssteuerungslösungen. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal erwartet und ist in der aktuellen Prognose noch nicht eingepreist.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Vorstand nun mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, nach zuvor niedrigem bis mittlerem einstelligem Wachstum. Die bereinigte operative Marge soll zwischen 9,5 und 9,8 Prozent liegen, der Zinsaufwand bleibt mit rund 200 Millionen Dollar unverändert. Im vorbörslichen Handel an der New York Stock Exchange reagierte die Aktie mit einem Plus von 2,25 Prozent auf 262,30 Dollar.
Vorstandschef Kevin Murphy verwies auf die Rückkehr zum Wachstum im Wohnimmobiliensegment trotz eines schwierigen Marktumfelds sowie auf anhaltende Stärke im Nicht-Wohnbaugeschäft. Mit dem FloWorks-Abschluss im dritten Quartal dürfte sich zeigen, wie stark der Zukauf die bislang noch nicht angepasste Jahresprognose verändert.
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