FedEx, Aktie

FedEx Aktie: Prognose nach Quartalszahlen angehoben

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 21:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Paketpreise, mehr Sendungen und Einsparungen stärken FedEx; Sonderkosten aus der Freight-Abspaltung drücken den Nettogewinn.
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FedEx hat die Erwartungen im dritten Quartal klar übertroffen und hebt die Jahresziele an. Der Gewinn nach Steuern fiel zwar deutlich, doch das lag an Sonderposten rund um die Abspaltung von FedEx Freight. Operativ läuft das Paketgeschäft besser als gedacht.

Bereinigt deutlich über dem Vorjahr

Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 3,74 Dollar, nach 2,93 Dollar im Vorjahresquartal. Analysten hatten im Schnitt mit 3,31 Dollar gerechnet. Der Umsatz legte auf 22,9 Milliarden Dollar zu und lag ebenfalls über der Prognose von rund 22,8 Milliarden Dollar. Die bereinigte operative Marge verbesserte sich auf 5,3 Prozent.

Als Treiber nennt der Konzern höhere Preise je Paket, mehr Volumen und anhaltende Kosteneinsparungen. Belastend wirkten höhere Transportkosten, steigende Löhne und die Folgen der globalen Handelspolitik.

Der ausgewiesene Nettogewinn sackte auf 290 Millionen Dollar ab, von 645 Millionen Dollar. Ursache ist ein Verlust von 1,2 Milliarden Dollar auf die verbliebene Beteiligung von 19,9 Prozent an FedEx Freight. Ein Gewinn von 627 Millionen Dollar aus dem vorzeitigen Rückkauf von Anleihen milderte den Effekt.

Höhere Ziele, großes Rückkaufprogramm

Für das Kalenderjahr 2026 erwartet FedEx nun ein Umsatzwachstum von rund 12 Prozent, zuvor waren es 11 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll zwischen 18,00 und 18,60 Dollar liegen, bisher lag die Spanne bei 16,90 bis 18,10 Dollar. Die Investitionen veranschlagt das Unternehmen auf 3,9 Milliarden Dollar.

Aktionäre profitieren zusätzlich. FedEx kaufte im Quartal eigene Aktien für 2 Milliarden Dollar zurück, rund 6,3 Millionen Stück. Für weitere Rückkäufe stehen 4,3 Milliarden Dollar bereit. Die Interimsfinanzchefin Claude Russ verwies auf das Vertrauen in die Finanzziele für 2029.

Der Konzern strafft parallel sein Portfolio. Der Verkauf von FedEx Supply Chain an CMA CGM für etwa 1,4 Milliarden Dollar ist seit dem 1. Oktober abgeschlossen. Die Liquidität lag Ende September bei 8 Milliarden Dollar, darin enthalten sind rund 2,7 Milliarden Dollar an Zollrückerstattungen, die an Kunden weitergereicht werden sollen.

Stimmung vor den Zahlen gedämpft

Vor der Veröffentlichung war die Lage vorsichtiger. Die Schätzungen waren in den Tagen zuvor gesunken, mehrere Häuser senkten ihre Kursziele: BofA Securities auf 359 Dollar, Bernstein auf 377 Dollar. Der Konsens lag bei 355,50 Dollar, die Aktie notierte zuletzt bei 307,10 Dollar. Die Zahlen liefern nun ein Gegengewicht zu dieser Skepsis.

Am 4. Januar 2027 treten außerdem höhere Paketpreise in Kraft, im Schnitt 5,9 Prozent. Sie sollen die Ertragsbasis im neuen Jahr stützen, sofern die Preisdisziplin im Wettbewerb hält.

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