FactSet Research Aktie: Rekord-ASV, schwächere Marge
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 13:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sinkender Gewinn, steigende Kundenbindung: FactSet hat für das vierte Quartal gemischte Zahlen vorgelegt. Die Kennzahl, auf die der Datenanbieter selbst am meisten Wert legt, überzeugt dagegen. Der organische Annual Subscription Value (ASV) legte um 7,0 Prozent auf 2,57 Milliarden Dollar zu – laut Unternehmen ein Rekordzuwachs für Quartal und Geschäftsjahr.
Umsatz wächst, Gewinn gibt nach
Der Quartalsumsatz stieg um 6,3 Prozent auf 634,7 Millionen Dollar, organisch waren es 7,1 Prozent. Der Nettogewinn sank dagegen von 153,6 auf 121,1 Millionen Dollar, der Gewinn je Aktie auf 3,41 Dollar nach 4,03 Dollar im Vorjahr.
Die Gründe liegen vor allem bei den Kosten. Einmalige Restrukturierungsaufwendungen und erfolgsabhängige Vergütungen drückten die operative Marge nach GAAP auf 24,7 Prozent, nach 29,7 Prozent ein Jahr zuvor. Hinzu kommt ein Basiseffekt: Im Vorjahr hatte ein Gewinn aus einem Unternehmensverkauf das Ergebnis gestützt.
Bereinigt sieht das Bild freundlicher aus. Der Gewinn je Aktie stieg um 11,6 Prozent auf 4,52 Dollar, getragen von Umsatzwachstum und einer sinkenden Aktienzahl.
KI als Wachstumstreiber
Das Neugeschäft mit KI-Lösungen hat sich nach Unternehmensangaben im Geschäftsjahr mehr als verdoppelt. Die jährliche ASV-Bindung blieb über 95 Prozent, die durchschnittliche Laufzeit verlängerter Verträge stieg im Quartal um rund 30 Prozent. Regional wuchs Asien-Pazifik mit 10,6 Prozent organischem ASV am schnellsten, Europa mit 5,2 Prozent am langsamsten.
Für das Gesamtjahr erreichte der Umsatz 2,48 Milliarden Dollar, ein Plus von 6,7 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 18,01 Dollar. Der freie Cashflow kletterte um 14,6 Prozent auf 707,5 Millionen Dollar.
Ausblick und Aktionärsrendite
Für das Geschäftsjahr 2027 peilt FactSet einen Umsatz von 2,6 bis 2,625 Milliarden Dollar an. Das organische ASV-Wachstum soll bei 5,0 bis 6,5 Prozent liegen und damit unter dem aktuellen Niveau. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 19,25 bis 19,65 Dollar erreichen.
Aktionäre erhielten im Geschäftsjahr 808 Millionen Dollar über Dividenden und Rückkäufe. Im vierten Quartal kaufte das Unternehmen 552.064 Aktien zu durchschnittlich 249,90 Dollar zurück. Für weitere Rückkäufe stehen 356 Millionen Dollar bereit.
Den Ausblick erläutert das Management heute um 9:00 Uhr Ortszeit an der US-Ostküste in der Telefonkonferenz. Dort dürfte sich zeigen, wie der Vorstand die geringere ASV-Dynamik im neuen Geschäftsjahr begründet.
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