Evonik Aktie: Goldman Sachs erhöht auf 20,00 Euro
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 04:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Spezialchemiekonzern Evonik setzt seinen positiven Lauf an der Börse fort. Am gestrigen Mittwoch schloss die Aktie bei 18,53 Euro und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Damit festigt das Papier seine starke Performance im laufenden Jahr, in dem es bereits um 39 Prozent zulegen konnte. Hintergrund der anhaltenden Stärke ist die strategische Neuausrichtung des Konzerns sowie eine Reihe von Kurszielanhebungen durch Investmentbanken.
Fokus auf Spezialchemie und Effizienzprogramm
Im Zentrum des Interesses steht das verschärfte Effizienzprogramm „Tailor Made“. Branchenanalysen zufolge hebt sich Evonik durch diese strukturelle Fokussierung auf margenstarke Spezialchemie positiv von Wettbewerbern wie BASF oder Lanxess ab. Das Programm zielt darauf ab, die Kostenbasis nachhaltig zu senken und die operativen Abläufe zu verschlanken, um die Profitabilität zu steigern.
Diese Strategie scheint Früchte zu tragen. Bereits vor rund zwei Wochen legte der Konzern Ergebnisse für das zweite Quartal vor, die beim operativen Ergebnis die Markterwartungen übertrafen. Insbesondere das Volumenwachstum und verbesserte Margen führten dazu, dass das Unternehmen seine Prognose für das bereinigte EBITDA bestätigen konnte. Diese operative Stärke bildet das Fundament für das gestiegene Vertrauen am Kapitalmarkt.
Analysten passen ihre Kursziele nach oben an
Die jüngste Kursentwicklung wird durch positive Kommentare aus der Analystenzunft begleitet. Am Mittwoch vergangener Woche hob Goldman Sachs das Kursziel für Evonik von 19,00 Euro auf 20,00 Euro an. Der zuständige Analyst Marcus von Scheele bestätigte dabei die Einstufung „Neutral“. Die Anpassung erfolgte im Zuge eines Analystenwechsels und spiegelt die aktuelle Bewertung der Fortschritte des Unternehmens wider.
Auch Deutsche Bank Research reagierte auf die operativen Entwicklungen. Analystin Virginie Boucher-Ferte erhöhte am Montag vergangener Woche das Kursziel von 17,00 Euro auf 18,00 Euro, beließ die Einstufung jedoch auf „Hold“. Sie begründete diesen Schritt mit einer Anhebung der EBITDA-Schätzung für das Gesamtjahr um rund 6 Prozent, was sie auf die verbesserten Margen im zweiten Quartal zurückführte.
Andere Institute passten ihre Ziele ebenfalls leicht nach oben an, blieben jedoch aufgrund möglicher zyklischer Risiken im kommenden Jahr bei einer vorsichtigen Gesamteinschätzung.
Technische Verfassung und Marktumfeld
Die Aktie zeigt sich derzeit in einer robusten technischen Verfassung. Mit dem gestrigen Schlusskurs notiert das Papier nun 21 Prozent über dem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage. Dies unterstreicht den langfristigen Aufwärtstrend der Aktie, die sich deutlich von ihrem im Januar markierten Jahrestief lösen konnte.
Zusätzlich zu den operativen Fortschritten meldete das Unternehmen am 7. August eine regulatorische Stimmrechtsmitteilung zur Erfüllung gesetzlicher Mitteilungspflichten.
Die Kombination aus disziplinierter Kostenkontrolle durch das Programm „Tailor Made“ und einer stabilen Nachfrage in Kernsegmenten scheint Evonik derzeit einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen. Der Fokus bleibt auf der konsequenten Umsetzung der Sparziele gerichtet, während der Markt die weitere strategische Entwicklung beobachtet.
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