EssilorLuxottica Aktie: Deutsche Bank stuft auf Kaufen hoch
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 02:19 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Deutsche Bank hat EssilorLuxottica gestern von „Halten“ auf „Kaufen“ hochgestuft. Zugleich erhöhte sie das Kursziel von 157 auf 197 Euro. Damit setzt die neue Einschätzung einen positiven Akzent: Datenschutzbedenken werfen zusätzliche Risiken für die Ray-Ban-Meta-Produkte auf.
Die Hochstufung ist dabei von der operativen Entwicklung zu unterscheiden. Sie dokumentiert eine günstigere Einschätzung der Aktie durch das Analysehaus. Eine Entwarnung für das Geschäft mit kamerabestückten Brillen lässt sich daraus allein nicht ableiten.
Höheres Kursziel trifft auf Wachstumsbremsen
Für das dritte Quartal 2026 meldete EssilorLuxottica einen Umsatz von 7.486 Millionen Euro. Zu konstanten Wechselkursen entsprach das einem Wachstum von 7,2 Prozent. Die Zahlen zeigen damit weiterhin steigende Erlöse, auch wenn die Dynamik einzelner Produktgruppen unterschiedlich ausfällt.
Für Anleger sind deshalb zwei Ebenen wichtig: die Entwicklung des gesamten Unternehmens und die Erwartungen an intelligente Brillen. Ein höheres Kursziel beantwortet nicht automatisch die Frage, wie schnell dieses Geschäft künftig wachsen kann.
Der Umsatz mit Wearables erreichte 486 Millionen Euro und stieg um 20 Prozent. Zugleich verlangsamte sich das Umsatzwachstum bei intelligenten Brillen deutlich gegenüber nahezu 100 Prozent im vorangegangenen Quartal.
Wearables und intelligente Brillen sind dabei nicht unterschiedslos gleichzusetzen. Entscheidend ist die gemeinsame Richtung der Aussagen: Das Geschäft wächst weiter, während die zuvor besonders hohe Dynamik bei Smartbrillen nachlässt.
Datenschutz bleibt ein eigenständiges Risiko
Im Mittelpunkt stehen Datenschutzbedenken. Diese werfen Fragen für die weiteren Aussichten der Ray-Ban-Meta-Produkte von EssilorLuxottica auf.
Die regulatorischen Bedenken betreffen damit einen anderen Aspekt als die jüngsten Umsatzzahlen. Wachstum beschreibt die bisherige Geschäftsentwicklung; Datenschutzfragen können die Perspektiven der Produkte belasten. Beides muss bei der Bewertung nebeneinanderstehen, ohne aus der verstärkten Prüfung bereits konkrete geschäftliche Folgen abzuleiten.
Die neue Kaufempfehlung liefert somit ein positives Analystensignal, aber keine Auflösung dieser Unsicherheiten. Für Anleger liegt der Kern der Einordnung im Gegensatz zwischen dem angehobenen Kursziel und den anspruchsvolleren Rahmenbedingungen für intelligente Brillen.
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