Ericsson B Aktie: Rückkäufe laufen weiter
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 15:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ericsson bleibt seinem Kurs treu: Auch in der Woche vom 7. bis 11. September 2026 kaufte der Konzern eigene Aktien zurück. Insgesamt erwarb Ericsson knapp 1,85 Millionen B-Aktien für rund 179,5 Millionen schwedische Kronen. Der gewichtete Durchschnittspreis lag bei etwa 97 Kronen je Aktie.
Die Rücknahmen erfolgten über Goldman Sachs Bank Europe im Auftrag von Ericsson an der Nasdaq Stockholm. Sie sind Teil des im April 2026 aufgelegten Rückkaufprogramms mit einem Gesamtvolumen von bis zu 15 Milliarden Kronen, das bis spätestens Ende März 2027 läuft.
Der Vorstand plant, der Hauptversammlung 2027 vorzuschlagen, die zurückgekauften Aktien einzuziehen — mit Ausnahme jener Anteile, die für aktienbasierte Vergütungsprogramme benötigt werden.
Nach der jüngsten Rückkaufrunde hält Ericsson nun 107,5 Millionen eigene B-Aktien im Bestand. Von insgesamt rund 3,37 Milliarden ausstehenden Aktien entfallen etwa 261,8 Millionen auf A-Aktien, der Rest auf B-Aktien.
Neues Geschäft in den USA
Parallel zum Kapitalmanagement expandiert Ericsson operativ. Der regionale US-Mobilfunkanbieter Nex-Tech Wireless hat einen Vierjahresvertrag mit Ericsson unterzeichnet, um sein Funknetz im ländlichen Kansas zu modernisieren. Rund 85 Prozent der Funkzugangsnetz-Infrastruktur sollen erneuert werden, hinzu kommt der Aufbau eines cloudbasierten 5G-Standalone-Kerns.
Der Deal baut auf einer bestehenden Zusammenarbeit auf und umfasst neben Hardware wie dem KI-fähigen Funkprozessor 6655 auch Ericssons Telco-DataOps-Plattform für Abrechnung und Umsatzmanagement. Für Ericsson ist der Auftrag ein weiterer Beleg dafür, dass auch kleinere, regionale Netzbetreiber in den USA auf 5G-Standalone-Technologie setzen — ein Marktsegment abseits der großen Carrier, das der Konzern gezielt bearbeitet.
Für Anleger bleibt das Bild zweigeteilt: Auf der einen Seite das kontinuierliche Aktienrückkaufprogramm, das die Kapitalrückführung an Aktionäre strukturiert fortsetzt. Auf der anderen Seite operative Fortschritte im US-Geschäft, die zwar keine Umsatzgrößen offenlegen, aber das Neukundengeschäft im regionalen 5G-Ausbau stützen.
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