Equinor, Aktie

Equinor Aktie: Tarifstreit bedroht Gullfaks-Förderung

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 06:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Equinor gerät durch schwächere Ölnotierungen und mögliche Offshore-Arbeitskämpfe unter Druck, treibt jedoch neue Technikprojekte und Verträge voran.

Fotorealistische Offshore-Ölplattform in rauer Nordsee mit Versorgungsschiff
Equinor ASA (NO0010096985) fördert Öl und Gas auf einer typischen Offshore-Plattform in der stürmischen Nordsee Illustration mit AI erstellt.

Sinkende Notierungen an den internationalen Rohstoffmärkten und drohende Arbeitskämpfe auf dem norwegischen Kontinentalschelf haben die Aktie von Equinor zum Start in die Handelswoche belastet. Gestern schloss das Papier mit einem Minus von 3,4 Prozent bei 37,14 Euro. Neben nachgebenden Ölpreisen rückten dabei Tarifkonflikte in den Fokus, die wichtige Förderplattformen des norwegischen Energiekonzerns treffen könnten.

Treibender Faktor für den jüngsten Kursrückgang war die Entspannung an den Energiemärkten. Anziehende saudische Ölexporte überschritten im September wieder die Marke von vier Millionen Barrel pro Tag.

Tarifstreit bedroht Offshore-Förderung

Zusätzliche Unsicherheit brachten die norwegischen Gewerkschaften Styrke, Safe und DSO in den Markt. Um einen angedrohten Streik abzuwenden, traten die Arbeitnehmervertreter für Plattform- und Bohrarbeiter in eine staatlich vermittelte Schlichtung ein.

Bei einem Scheitern der Verhandlungen droht eine Arbeitsniederlegung, die neben mehreren Bohreinheiten auch Equinors Plattform Gullfaks B in der Nordsee erfassen würde.

Zudem sah sich Equinor mit regulatorischen Auflagen konfrontiert: Die norwegische Sicherheitsbehörde Havindustritilsynet kündigte nach Beschwerden über Gehörschäden bei Flügen mit neuen Hubschraubern des Typs AW189 eine formelle Anordnung an. Havtil-Direktor Sigve Knudsen verwies auf eine inakzeptabel hohe Zahl von Vorfällen vor den jüngst vorgenommenen Lärmschutzmaßnahmen und forderte weitere Abhilfe.

Neue Verträge für Offshore-Infrastruktur

Operativ treibt das Unternehmen dennoch Großprojekte und technische Modernisierungen voran. Für die dritte Entwicklungsphase des Johan-Sverdrup-Feldes vergab Equinor einen Auftrag an den Dienstleister SLB. Dieser umfasst die Installation digitaler Produktionsüberwachung, virtueller Durchflussmessungen und automatisierter Leckerkennung vor Beginn der Förderung auf den neuen Anlagen.

Parallel dazu sicherte sich Reach Subsea zwei neue Auftragsabrufe von Equinor für Arbeiten mit dem unbemannten Oberflächenfahrzeug Reach Remote 1. Die Verträge sehen den Einsatz des ferngesteuerten Schiffs für die Überwachung von Gasreservoirs am Troll-Feld sowie für Inspektions- und Reparaturarbeiten an Subsea-Anlagen vor.

Anzeige

Equinor-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Equinor-Analyse vom 22. September liefert die Antwort:

Die neusten Equinor-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Equinor-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Equinor: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | NO0010096985 | EQUINOR | boerse | 70150240 |