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Equinor Aktie: Forscher kritisieren Wisting-Umweltkartierung

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 13:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wissenschaftler bemängeln Equinors Umweltkartierung für Wisting; bei Gullfaks South wurden zusätzliche Ressourcen geschätzt.
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Equinors mögliche Erschließung des Wisting-Feldes in der Barentssee stößt auf deutliche wissenschaftliche Kritik. Wie Aftenposten heute berichtet, sieht das norwegische Meeresforschungsinstitut große Lücken in der geplanten Umweltkartierung.

Zugleich verfolgt Equinor zusätzliche Fördermöglichkeiten an bestehenden Anlagen. Für Anleger stehen damit unterschiedliche Entwicklungsansätze im Mittelpunkt: neue Erschließungen und die Nutzung vorhandener Infrastruktur.

Wisting-Pläne unter wissenschaftlicher Kritik

Das Meeresforschungsinstitut fordert insbesondere eine Bewertung möglicher Katastrophenszenarien. Forschungsleiterin Monica Sanden warnt, die Folgen eines Ölunfalls könnten katastrophal sein. Equinor prüft die Entwicklung des Feldes.

Die Kritik richtet sich damit konkret gegen die geplante Erfassung der Umweltbedingungen und die Untersuchung möglicher Unfallfolgen. Sie betrifft einen wesentlichen Teil der Projektbewertung: Neben den Fördermöglichkeiten stehen die ökologischen Risiken einer Erschließung zur Debatte.

Für Anleger ist der Verfahrensstand entscheidend. Equinor erwägt die Entwicklung von Wisting; die wissenschaftlichen Einwände betreffen die dafür vorgesehene Umweltkartierung. Sie sind deshalb als Kritik an der Planung einzuordnen, nicht als Entscheidung über das Projekt.

Zusätzliche Ressourcen bei Gullfaks South

Equinor, Petoro und OMV fanden dort geschätzte förderbare Ressourcen von 3,3–10,3 Millionen Barrel Öläquivalent. Die Entdeckung gelang über eine Seitenbohrung neben einer bestehenden Förderbohrung.

Equinors Gullfaks-Vizepräsident Gunnar Egge zufolge können solche zusätzlichen Mengen wirtschaftlich sein, wenn sie an vorhandene Infrastruktur angeschlossen werden. Die Aussage beschreibt eine Möglichkeit und keine zugesicherte Rendite. Der Anlegerbezug liegt im Entwicklungsansatz: Zusätzliche Ressourcen sollen mit bestehenden Anlagen erschlossen werden.

Troll-Ausbau mit langfristigem Horizont

Auch beim Troll-Feld setzen Equinor und seine Partner auf vorhandene Unterwasserinfrastruktur.

Das Projekt soll zusätzliche Gasmengen erschließen. Damit unterscheidet sich der Ansatz von der möglichen Entwicklung des Wisting-Feldes: Bei Troll bildet vorhandene Infrastruktur den Ausgangspunkt.

Troll enthält rund 40 Prozent der verbleibenden norwegischen Gasreserven und deckt derzeit etwa 10 Prozent des jährlichen europäischen Gasbedarfs.

Die Projekte verdeutlichen unterschiedliche Maßstäbe für Equinors Förderpläne. Bei Wisting steht die Untersuchung der Umweltrisiken im Vordergrund. Bei Gullfaks South und Troll geht es dagegen um zusätzliche Ressourcen im Umfeld vorhandener Anlagen. Für die Bewertung zählt deshalb nicht allein die erwartete Fördermenge, sondern auch der jeweilige Entwicklungsstand.

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