EnWave, REVworx-Lohnfertigung

EnWave schließt REVworx-Lohnfertigung

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 12:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de

EnWave schließt die REVworx-Fertigung und meldet im dritten Quartal mehr Umsatz und einen kleineren bereinigten EBITDA-Verlust.

EnWave schließt die REVworx-Fertigung und meldet im dritten Quartal mehr Umsatz und einen kleineren bereinigten EBITDA-Verlust.
Industrielle Produktionsanlage in einer modernen Fabrikhalle bei atmosphärischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von EnWave verliert heute 7,3 Prozent auf 0,1260 Euro. Die anhaltende Kursschwäche fällt zeitlich mit einer grundlegenden Neuausrichtung des operativen Geschäfts zusammen. Das kanadische Technologieunternehmen hatte einen weitreichenden Effizienzplan vorgestellt, der die Abwicklung der konzerneigenen REVworx-Lohnfertigung vorsieht.

Nach Unternehmensangaben zielt das Programm darauf ab, auf Run-Rate-Basis jährliche Kosteneinsparungen von rund 1 Million CAD bis zum Geschäftsjahr 2028 zu erzielen. Dadurch soll die gesamte operative Kostenbasis auf etwa 3,7 Millionen CAD gesenkt werden. Die finanziellen Entlastungen sollen sich im Geschäftsverlauf schrittweise bemerkbar machen.

Strategischer Rückzug aus der Lohnfertigung

Im Zuge der Schließung der Sparte trennt sich das Unternehmen von Produktionsmitteln. EnWave beziffert den geschätzten Marktwert der betroffenen REVworx-Sachanlagen auf rund 2 Millionen CAD. Zu den Vermögenswerten zählen unter anderem zwei Maschinen der firmeneigenen REV-Baureihe mit unterschiedlicher Leistungskapazität.

Mit diesem Schritt beendet der Konzern die eigene Lohnherstellung, um den Fokus wieder vollständig auf das margenstärkere Lizenzgeschäft und den reinen Anlagenverkauf zu legen.

Zuwächse im dritten Quartal

Im dritten Quartal 2026 hatte sich das operative Geschäft noch spürbar belebt gezeigt. Der Quartalsumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 3,33 Millionen CAD. Zugleich zogen die Basislizenzgebühren um knapp ein Viertel an.

Auch bei der Ertragskraft verzeichnete EnWave Verbesserungen: Der bereinigte EBITDA-Verlust verringerte sich auf 93.000 CAD, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Fehlbetrag von 575.000 CAD angefallen war. Die Bruttomarge verbesserte sich zeitgleich um sechs Prozentpunkte.

Neben den Zahlen meldete das Unternehmen mehrere Vertriebserfolge. Dazu zählte ein Kaufvertrag mit Procescir über eine zweite 120-Kilowatt-Maschine sowie neue Lizenz- und Evaluierungsvereinbarungen mit Partnern wie Swiss Cannabis Selection, The Dry Hub und einem multinationalen Lebensmittelkonzern.

Trotz dieser operativen Fortschritte notiert die Aktie aktuell nur 2,4 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief.

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