Enphase Energy Aktie: Grüne Ampel für Batteriespeicher
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 15:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Enphase Energy räumt eine der größten Hürden für seine Heimspeicherlösungen aus dem Weg. 80 Versorger in den USA und Kanada haben den IQ Meter Collar jetzt für Installationen hinter dem Stromzähler zugelassen. Zusammen bedienen diese Versorger mehr als 38 Millionen Kunden — ein Kundenstamm, der potenziell Zugang zu Enphase-Technik für Notstromversorgung im ganzen Haus erhält.
Kalifornien komplett, Hawaii folgt
Besonders bemerkenswert: Alle drei großen privaten Stromversorger Kaliforniens haben grünes Licht gegeben, ebenso der Sacramento Municipal Utility District. Damit ist der wichtigste US-Solarmarkt für das Gerät praktisch flächendeckend erschlossen.
Hawaiian Electric hat immerhin Pilotinstallationen genehmigt, die volle Freigabe soll in den kommenden Monaten folgen — ein Markt mit einigen der höchsten Strompreise des Landes und entsprechend hoher Nachfrage nach Backup-Lösungen.
Technisch ist der Meter Collar ein kompaktes Interconnection-Gerät, das direkt am Zähler oder auf einem eigenen Zählersockel montiert wird. Es erspart Installateuren den Umbau auf ein separates Backup-Unterpanel und zusätzliche Stromwandler, sichert aber trotzdem die Netztrennung ab.
Als Bestandteil der vierten Enphase-Systemgeneration arbeitet das Gerät mit der IQ Battery 10C und dem IQ Combiner 6C zusammen und reduziert laut Unternehmen Verkabelungsaufwand und Installationszeit deutlich. Enphase gibt darauf eine 15-jährige eingeschränkte Garantie.
Warum das für Installateure zählt
Mehrere Installationsbetriebe aus Kalifornien und Hawaii berichten, dass die Zulassung ihnen erlaubt, Batterie-Rollouts deutlich zu beschleunigen. In San Diego etwa laufen kommunale Förderprogramme für Solarbatterien mit begrenztem Zeitfenster — ein einfacherer Installationsprozess kann hier direkt mehr Kunden zu den Zuschüssen verhelfen, bevor die Programme auslaufen.
Für Enphase ist die Marktdurchdringung selbst das entscheidende Argument: Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben rund 89,4 Millionen Mikrowechselrichter verschickt und zählt etwa 5,3 Millionen installierte Systeme in über 165 Ländern.
Jede zusätzliche Versorger-Zulassung senkt die Reibung zwischen Verkaufsabschluss und tatsächlicher Installation — ein Faktor, der in einem margendruckgeplagten Solarmarkt zunehmend über Wachstumstempo entscheidet.
Weitere Zulassungen sind laut Unternehmen in Vorbereitung. Ob sich die Netzwerk-Erweiterung in den kommenden Quartalszahlen als Absatzschub bei Batteriespeichern niederschlägt, dürfte sich an den Installationszahlen aus Kalifornien und Hawaii ablesen lassen.
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