Engie Aktie: Prognose am oberen Ende
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 09:44 Uhr | Redaktion boerse-global.deEngie traut sich mehr zu. Nach neun starken Monaten erwartet der französische Versorger für 2026 nun jeweils das obere Ende seiner Prognosespannen. Die Aktie reagierte dennoch kaum und gab zeitweise leicht nach.
Zahlen der ersten neun Monate
Der Umsatz stieg um knapp 3 Prozent auf 54,3 Milliarden Euro. Das Ebit legte um 3,4 Prozent auf gut 7,0 Milliarden Euro zu. Klammert man das Atomgeschäft aus, wuchs es sogar um 9,7 Prozent auf knapp 7,0 Milliarden Euro.
Beim Ebitda fällt das Bild gemischter aus: Der Wert stieg insgesamt nur um 0,5 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro. Ohne Nuklearsparte ergibt sich ein Plus von 8,9 Prozent.
Ein Teil des Wachstums ist zugekauft. Die im Frühjahr abgeschlossene Milliardenübernahme des britischen Netzbetreibers UK Power Networks steuerte seit Mai fast eine halbe Milliarde Euro zum Ergebnis bei. Aus eigener Kraft hätte Engie das Ergebnis um 3,3 Prozent gesteigert. Die Übernahme erklärt also einen guten Teil des Sprungs.
Was die Prognose trägt
Für den Gewinn aus dem wiederkehrenden Geschäft peilt der Konzern nun das obere Ende der Spanne von 4,9 bis 5,5 Milliarden Euro an. Beim Ebit ohne Atomgeschäft gilt das Gleiche für den Korridor von 9,2 bis 10,2 Milliarden Euro.
Finanzchef Pierre-Francois Riolacci sprach von einem etwas besser als erwartet verlaufenen dritten Quartal und "guter Klarheit" für das vierte. Er nannte Kosteneinsparungen, erholte Strompreise und günstigere Bedingungen an den Gasmärkten als Gründe. Der Iran-Krieg hat die Energiemärkte in diesem Jahr kräftig durchgeschüttelt. Als Akteur im Gashandel konnte Engie von den Preisschwankungen profitieren.
Börse bleibt zurückhaltend
Die Aktie verlor im Pariser Handel zeitweise 0,37 Prozent auf 23,98 Euro. Am Vortag hatte sie noch gut 3 Prozent zugelegt und bei 24,07 Euro geschlossen. Marktbeobachter dürften die Anhebung damit teilweise vorweggenommen sehen.
Mit dem Jahresabschluss und dem Ausblick auf das vierte Quartal rückt nun die Frage in den Vordergrund, ob Engie die obere Hälfte der Spannen tatsächlich erreicht. Der Finanzchef zeigte sich dafür zuversichtlich.
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