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Empire State Realty Aktie: Büros stark, Aussichtsplattform schwach

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 19:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Jahresziele und starke Vermietung treffen auf sinkende Erträge der Aussichtsplattform; eine Erholung erwartet das Management im Sommer 2027.
Modernes Bürogebäude mit Blick auf eine Skyline bei Sonnenuntergang als Symbol für den Immobilienmarkt. Illustration mit AI erstellt.

Zwei Geschäfte, zwei Richtungen: Empire State Realty hebt nach dem dritten Quartal die Prognose an, obwohl die Aussichtsplattform des Empire State Building deutlich an Boden verliert. Die Büros tragen die Zahlen.

Büros liefern, Besucher bleiben aus

Der bereinigte operative Cashflow (Core FFO) lag bei 0,20 Dollar je Aktie. Das Management erhöht die Jahresprognose auf 0,77 bis 0,80 Dollar, zuvor waren es 0,75 bis 0,79 Dollar. Der Umsatz erreichte 193,05 Millionen Dollar und übertraf die Erwartungen knapp.

Das Bürogeschäft glänzt. Das Portfolio ist zu 95,6 Prozent vermietet, im Quartal kamen 189.000 Quadratfuß Neuvermietung hinzu. Es war das 21. Quartal in Folge mit positiven Mietaufschlägen, zuletzt von 9,9 Prozent. CEO Tony Malkin verweist auf fehlendes Neubauangebot in Manhattan.

Frisch gemeldet ist zudem ein Mietvertrag mit dem Handelsplattform-Anbieter Octaura über 28.914 Quadratfuß am 111 W. 33rd Street.

Aussichtsplattform als Bremsklotz

Die Schwachstelle liegt auf dem Dach. Der operative Ertrag der Plattform sank auf 15,6 Millionen Dollar, nach 26,5 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Die Besucherzahl fiel um rund 26 Prozent.

Das Management hält an seinem Rahmen von 55 Millionen Dollar Jahresertrag fest. Spürbare Besserung erwartet es erst zur Hochsaison im Sommer 2027. Malkin sagt, das Problem sei nicht über Nacht entstanden und lasse sich nicht über Nacht beheben. Seit Oktober führt Andy Giancamilli die Sparte, mit Schwerpunkt auf digitaler Kundengewinnung.

Rückkäufe und solide Bilanz

Parallel dazu recycelt das Unternehmen Kapital. Der Verkauf von 1359 Broadway brachte 217,5 Millionen Dollar ein. Seit Jahresbeginn flossen 85,8 Millionen Dollar in Aktienrückkäufe, im Schnitt zu 4,56 Dollar je Aktie. Die Aktie notiert nach der Präsentation bei rund 5,06 Dollar.

Die Bilanz gilt als Pluspunkt. Die Nettoverschuldung liegt beim 6,7-Fachen des bereinigten EBITDA, Wettbewerber kommen im Schnitt auf das 10,1-Fache. Fällige Schulden gibt es nicht vor März 2029, die Liquidität beträgt 600 Millionen Dollar.

Zusätzlich wurde ESRT zum siebten Mal in Folge mit der Höchstwertung von fünf Sternen im Nachhaltigkeits-Benchmark GRESB ausgezeichnet.

Für die Aktie zählt nun der Sommer 2027: Dann soll sich zeigen, ob die Plattform die angepeilten 55 Millionen Dollar tatsächlich stabilisiert. Bis dahin stützen Büromieten und Rückkäufe das Bild.

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