Elringklinger, Aktie

Elringklinger Aktie: Gewinnqualität überzeugt

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 09:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere E-Mobilitätsumsätze und eine verbesserte Marge prägen das Quartal; der Verkauf zweier Standorte ist vereinbart.
Abstraktes, hochwertiges Industriebild eines technischen Bauteils mit professioneller Beleuchtung als Symbol für Fertigung. Illustration mit AI erstellt.

Elringklinger legt im dritten Quartal bei Umsatz und Ertrag zu und trennt sich zugleich von zwei Standorten. Die Zahlen zeigen, dass der Umbau beim Autozulieferer Wirkung entfaltet. Der Kurs notierte zur Veröffentlichung leicht im Plus bei rund 5,50 Euro.

Wachstum aus der E-Mobilität

Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal um 14,0 Prozent auf 450,9 Millionen Euro, organisch um 13,7 Prozent. Getragen wurde das Plus vom Hochlauf der Großserienaufträge in der E-Mobilität. Deren Umsatz verdoppelte sich in den ersten neun Monaten auf 188,6 Millionen Euro.

Alle Segmente wuchsen. Auch Ersatzteile und Kunststofftechnik legten zu, wenn auch deutlich moderater als die Erstausrüstung.

Der Auftragseingang zog parallel an: Er lag nach neun Monaten gut ein Drittel über dem Vorjahr. Der Auftragsbestand erreicht 1,33 Milliarden Euro.

Mehr Marge, bessere Bilanz

Das bereinigte EBIT kletterte im Quartal um 37,7 Prozent auf 29,2 Millionen Euro. Die Marge verbesserte sich auf 6,5 Prozent, nach 5,4 Prozent im Vorjahresquartal.

Bereinigt wurde vor allem um Wertberichtigungen im Zuge weiterer Maßnahmen des Programms SHAPE30. Das berichtete EBIT lag mit 19,5 Millionen Euro entsprechend darunter, aber deutlich über dem Vorjahreswert von 4,5 Millionen Euro.

Beim Cashflow zeigt sich ein gemischtes Bild. Nach neun Monaten bleibt der operative Free Cashflow mit minus 29,0 Millionen Euro negativ, verbesserte sich aber kräftig gegenüber minus 78,6 Millionen Euro. Im dritten Quartal allein war er mit 28,5 Millionen Euro positiv. Die bereinigte Nettoverschuldungsquote sank auf 1,7 von 2,2.

Portfolio wird gestrafft

Elringklinger hat den Verkauf der Gesellschaft in Fort Wayne (USA) und des Abschirmtechnik-Geschäfts im ungarischen Kecskemét an Lydech vereinbart. Das Closing soll vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen bis Ende des Jahres erfolgen. Über Details vereinbarten die Partner Stillschweigen, einen Kaufpreis nennt das Unternehmen daher nicht.

Außerdem startete die zweite Umsetzungsphase des Organisationsprogramms SHAPE2EMPOWER. Die Werke sind nun den Business Areas zugeordnet, wesentliche Führungsstrukturen stehen.

Prognose angehoben

Bereits Mitte Oktober hob der Konzern die Umsatzprognose für 2026 auf rund 1,8 Milliarden Euro an. Die Ziele für bereinigte EBIT-Marge, Free Cashflow, Verschuldungsquote und ROCE bleiben unverändert, die mittelfristigen Ziele wurden bestätigt. Der Kurs dürfte sich nun daran messen lassen, ob die Marge im Schlussquartal den Weg zum Jahresziel stützt und ob der Standortverkauf bis Jahresende tatsächlich vollzogen wird.

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