easyJet Aktie: SNPVAC kündigt Streiks in Portugal an
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 17:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Fluggesellschaft easyJet blickt auf einen unruhigen Auftakt in den Oktober. Während ein drohender Ausstand des Cockpitpersonals in Frankreich kurzfristig abgewendet wurde, formieren sich an anderer Stelle neue Belastungen für den europäischen Flugplan. Für Reisende und Anleger zeichnen sich operative Hürden ab.
Gewerkschaften kündigen Arbeitsniederlegungen an
In Frankreich hat die Pilotengewerkschaft SNPL ihren ursprünglich für den 24. und 25. September geplanten Streik verschoben. Medienberichten zufolge soll der Arbeitskampf nun am 1. und 2. Oktober stattfinden. Hintergrund sind laufende Verhandlungen über das Dienstplanmanagement, womit das Risiko von Ausfällen vorerst nur vertagt ist.
Gleichzeitig verschärft sich die Situation auf der iberischen Halbinsel. Die portugiesische Gewerkschaft SNPVAC kündigte nach einer Urabstimmung des Kabinenpersonals mehrere Arbeitsniederlegungen an. Diese sollen vom 2. bis 6. Oktober sowie vom 19. bis 23. Dezember stattfinden und richten sich gegen die aktuellen Arbeitsbedingungen.
Laut Reuters könnten allein im Oktober rund 500 geplante easyJet-Flüge an den Flughäfen Lissabon, Porto und Faro ausfallen, bevor mögliche gesetzliche Mindestflugpläne greifen. Sollten beide Arbeitskämpfe Anfang Oktober zeitgleich stattfinden, drohen dem Billigflieger spürbare Beeinträchtigungen im europäischen Streckennetz.
Technische Störungen belasten den Flugbetrieb
Neben den Arbeitskonflikten machten dem Unternehmen zuletzt auch externe Infrastrukturprobleme zu schaffen. Am Montag führte ein Systemausfall der Flugsicherung NATS im britischen Kontrollzentrum Prestwick zu erheblichen Störungen im Luftraum über Großbritannien. Medienberichten zufolge mussten 47 von 670 geplanten UK-Verbindungen der Airline gestrichen werden.
Das Management drängte angesichts der Zwischenfälle darauf, die Stabilität und Widerstandskraft der britischen Flugsicherungssysteme zügig zu verbessern. Wiederholte Ausfälle dieser Art treffen Fluggesellschaften meist unvorbereitet und treiben die Kosten für Betreuung und Umbuchungen in die Höhe.
Kurs notiert stabil nahe Jahreshoch
An den Finanzmärkten zeigten sich die Investoren von den personellen und technischen Reibungspunkten bislang unbeeindruckt. Mit einem aktuellen Kurs von 7,79 Euro verzeichnet der Titel am heutigen Donnerstag kaum Bewegung.
Damit liegt die Notierung rund 3,0 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 8,03 Euro. Ob sich diese relative Stärke fortsetzt, dürfte wesentlich davon abhängen, wie glimpflich die geplanten Ausstände Anfang Oktober für den operativen Flugbetrieb verlaufen.
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