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easyJet Aktie: Board empfiehlt Apollo-Übernahme

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 22:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

easyJet befürwortet Apollos Barangebot, während Streiks und ein Gewinnrückgang das operative Geschäft der Airline belasten.

Schwarzweiss-Reportagebild mit Handgepäckkoffer in dokumentarischer Arbeitsumgebung
Schwarzweiss-Reportage mit Handgepäckkoffer zum Thema easyJet Flug, ISIN GB00B7KR2P84, hoher Kontrast, sachlich dargestellt Illustration mit AI erstellt.

Das Board der britischen Fluggesellschaft easyJet hat sich offiziell für die Übernahme durch den Finanzinvestor Apollo Global Management ausgesprochen. Damit ist der Weg für das rund 5,7 Milliarden Pfund schwere Geschäft geebnet, während der Konkurrent Castlelake aus dem Bieterverfahren ausgestiegen ist. Die Transaktion soll vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und Regulierungsbehörden bis Ende März 2027 abgeschlossen sein.

Details zum Apollo-Gebot und zum Bieterstreit

Die Empfehlung des Boards sieht eine Barzahlung von 7,15 Pfund je Aktie vor. Apollo Global Management hatte dieses Angebot am 6. August unterbreitet, nachdem der Mitbewerber Castlelake sein Gebot von zuletzt 6,90 Pfund nicht weiter erhöhen wollte und sich daraufhin aus dem Prozess zurückzog.

Laut Berichten von CNBC und Airways Magazine wird der Anteil von Apollo an der Fluggesellschaft auf 49,9 Prozent begrenzt, um die britischen und europäischen Regeln für den Besitz von Fluggesellschaften einzuhalten.

Unterstützung erhält der Deal durch die Gründerfamilie Haji-Ioannou, die einen Anteil von 15,3 Prozent hält. Zusätzlich sieht die Struktur der Übernahme vor, dass ein Treuhandfonds der Europäischen Union bis zu 5 Prozent der Anteile halten wird. Die geplante Übernahme erfolgt vor dem Hintergrund einer strategischen Neuausrichtung, bei der sich die Airline in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld behaupten muss.

Streiks in Frankreich belasten den Betrieb

Während auf Managementebene die Übernahmepläne vorangetrieben werden, sieht sich easyJet im operativen Geschäft mit Herausforderungen konfrontiert. In Frankreich halten die Arbeitskämpfe des Kabinenpersonals an. Drei Gewerkschaften – UNAC-CFE-CGC, SNPNC-FO und UNPNC-CFDT – hatten am 19. August ihre Streikandrohung bekräftigt, die noch bis zum morgigen Mittwoch andauern soll.

Medienberichten zufolge werfen die Gewerkschaftsvertreter der Geschäftsführung vor, Verhandlungen zu verweigern, solange die Streikmaßnahmen in Kraft sind. Die Gewerkschaften drohten zudem mit weiteren Aktionen, sollte keine Einigung erzielt werden. Diese Unsicherheiten im französischen Markt fallen in eine Phase, in der die Airline mit steigenden Kosten zu kämpfen hat.

Finanzielle Entwicklung und Marktreaktion

Die jüngsten Geschäftszahlen für das dritte Quartal, das am 30. Juni endete, zeigten einen deutlichen Gewinnrückgang. Der Vorsteuergewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 70 Prozent auf 85 Millionen Pfund.

Als Hauptgrund nannte das Unternehmen gestiegene Treibstoffkosten, die sich auf 732 Millionen Pfund summierten – ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch konnte der Umsatz leicht um 2 Prozent auf 2,98 Milliarden Pfund gesteigert werden.

An der Börse wird die Aktie von easyJet derzeit bei 7,76 Euro gehandelt. Seit Jahresbeginn konnte das Papier bereits um 34 Prozent zulegen. Trotz dieser positiven Entwicklung notiert der Wert aktuell noch 3,3 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 8,03 Euro, das Mitte Juli erreicht wurde.

Parallel zu den Übernahmeverhandlungen zeigten Führungskräfte Vertrauen in das Unternehmen: Am 10. August erwarben unter anderem CEO Kenton Jarvis und COO David Morgan Aktienpakete im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms zu einem Preis von 6,70 Pfund je Aktie. Zudem meldete die Vanguard Group am 18. August eine Beteiligung von 3,15 Prozent an easyJet.

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