DWS, Aktie

DWS Aktie: Zuflüsse überzeugen, Kosten nicht

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 16:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz Milliarden-Zuflüssen und Rekordvermögen enttäuscht die DWS mit schwächeren Erträgen und steigenden Kosten.

DWS Aktie: Rekordzuflüsse von 25 Mrd. Euro, aber Kosten belasten
Moderne, lichtdurchflutete Büroarchitektur in einem Finanzzentrum als Symbol für Vermögensverwaltung und Kapitalflüsse. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Fast 25 Milliarden Euro an frischem Anlegergeld in nur drei Monaten — das hätte eigentlich für Applaus sorgen sollen. Stattdessen rutscht die DWS-Aktie am Mittwoch ab. Der Fondsanbieter zeigt, dass ein Rekord beim verwalteten Vermögen nicht automatisch zu zufriedenen Aktionären führt.

Am Vormittag verlor das Papier rund vier Prozent auf 68,80 Euro und zählte damit zu den größten Verlierern im MDAX. Der Rücksetzer kommt nicht aus dem Nichts: Erst am Vortag hatte die Aktie mit 72,45 Euro ein Rekordhoch markiert, nach einer Rally von 27 Prozent seit Jahresbeginn. Seit Jahreswechsel steht das Papier trotz des aktuellen Rückgangs noch mit rund 22 Prozent im Plus.

Starke Zuflüsse, schwache Erträge

Die operativen Zahlen liefern den Grund für die Ernüchterung. Zwar sammelte DWS im zweiten Quartal knapp 25 Milliarden Euro an Neugeld ein — deutlich mehr als die von Analysten erwarteten gut 16 Milliarden Euro. Bei den Erträgen reichte es aber nur zu einem Plus von vier Prozent auf 773 Millionen Euro, was hinter den Konsensschätzungen zurückblieb.

Auch der Vorsteuergewinn von 305 Millionen Euro verfehlte die Erwartungen, er lag nur eine Million Euro über dem Vorjahreswert. RBC-Analyst Ben Bathurst machte dafür niedrigere Gebühreneinnahmen und stärker als erwartet gestiegene Kosten verantwortlich — Letztere übertrafen die Markterwartung um vier Prozent. In der Folge blieb der Vorsteuergewinn rund neun Prozent unter der Konsensschätzung. Immerhin legte der Überschuss dank einer Steuergutschrift um elf Prozent auf 237 Millionen Euro zu.

Rekordvermögen als Gegengewicht

Vorstandschef Stefan Hoops verwies auf das verwaltete Vermögen, das mit 1,19 Billionen Euro einen neuen Höchststand erreichte. Dass die Erträge im zweiten Quartal niedriger ausfielen als im ersten, wertet der Vorstand nicht als Warnsignal. Zu Jahresbeginn hatte DWS besonders hohe erfolgsabhängige Gebühren eingenommen, die sonst erst im zweiten Quartal angefallen wären — ein Effekt, der sich im Halbjahresvergleich ausgleicht. Auf das erste Halbjahr gerechnet legten sowohl Erträge als auch Gewinn deutlicher zu.

Am Jahresziel hält der Vorstand fest: Der Gewinn je Aktie soll 2026 um 10 bis 15 Prozent steigen, bei einer Kostenquote von 55 bis 57 Prozent der Erträge. Im ersten Halbjahr lag dieser Wert mit 57,2 Prozent noch leicht über der Zielspanne — ein Punkt, den das Management in den kommenden Quartalen wird nachbessern müssen, wenn die Kostendisziplin die Erwartungen der Anleger wieder erfüllen soll.

Anzeige

DWS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DWS-Analyse vom 29. Juli liefert die Antwort:

Die neusten DWS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DWS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DWS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | DE000DWS1007 | DWS | boerse | 69896602 |