DuPont, Nemours

DuPont de Nemours Aktie: PFAS-Akte schließt sich

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 15:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

DuPont, Chemours und Corteva vereinbaren 455 Millionen Dollar für PFAS-Fälle in North Carolina; der Abschluss steht noch unter Vorbehalt.

Luftaufnahme einer modernen Spezialchemie-Produktionsanlage bei Sonnenuntergang
DuPont de Nemours Spezialchemie Anlage ISIN US26614N1028 bei Sonnenuntergang aus der Vogelperspektive fotografiert Illustration mit AI erstellt.

Ein Kapitel aus der Altlast rund um die Fayetteville-Works-Anlage in North Carolina findet seinen Abschluss. DuPont, Chemours und Corteva haben sich mit dem Bundesstaat North Carolina und elf lokalen Gebietskörperschaften auf eine Zahlung von 455 Millionen Dollar verständigt, verteilt über 15 Jahre. Die Einigung betrifft historische PFAS-Einleitungen aus der Anlage sowie separate Vorwürfe zu Feuerlöschschaum-Kontaminationen.

Wer zahlt wie viel

Der Barwert der Vereinbarung liegt bei rund 355 Millionen Dollar, aufgeteilt zwischen den drei Unternehmen. DuPont selbst trägt einen Anteil von etwa 126 Millionen Dollar auf Vorsteuerbasis – wovon Qnity Electronics 44 Prozent übernimmt. Das Unternehmen betont, die Summe sei größtenteils bereits durch bestehende Rückstellungen gedeckt.

Von der Gesamtsumme entfallen 18 Millionen Dollar auf Vorwürfe, die nichts mit der Fayetteville-Works-Anlage zu tun haben, davon höchstens 14,4 Millionen Dollar auf Löschschaum-bezogene Ansprüche. Die elf beteiligten Gebietskörperschaften reichen von Bladen County bis zur Stadt Lumberton.

Verbindung zur milliardenschweren Rahmenvereinbarung

Die Zahlung ordnet sich in die 2021 geschlossene Rahmenvereinbarung der drei Unternehmen ein, die eine gemeinsame Obergrenze für qualifizierte PFAS-Ausgaben von vier Milliarden Dollar vorsieht.

Für die Berechnung des Barwerts wenden die Firmen eine Methode mit gleichbleibenden Jahresraten über 25 Jahre und einem Abzinsungssatz von acht Prozent an – dieselbe Systematik, die bereits bei einer Einigung mit dem Bundesstaat New Jersey im vergangenen Jahr zum Einsatz kam.

Die Zahlungen aus North Carolina und New Jersey zusammen übersteigen nach Angaben der Unternehmen die künftig fälligen Beiträge zum gemeinsamen Treuhandkonto. Damit gilt auch die für September 2026 anstehende Einzahlung als erfüllt. Die Einigung steht noch unter dem Vorbehalt, dass die betroffenen Klagen förmlich zurückgezogen werden.

Für DuPont bedeutet der Abschluss vor allem eines: ein weiteres Stück Rechtsunsicherheit verschwindet aus der Bilanz, ohne dass zusätzliche, bislang nicht eingeplante Kosten entstehen. Die betroffenen Standorte waren zuvor von einer landesweiten Sammelklage-Einigung aus dem Jahr 2024 ausgenommen worden – mit der aktuellen Vereinbarung schließt sich nun auch diese Lücke.

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