Dufry, Aktie

Dufry Aktie: Wachstum zieht wieder an

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 17:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im dritten Quartal legte Avoltas organisches Wachstum auf 4,6 Prozent zu; Asien-Pazifik verzeichnete ein Plus von gut 31 Prozent.
Moderne, sonnendurchflutete Flughafen-Architektur mit Reisenden in einer weitläufigen Terminal-Halle. Illustration mit AI erstellt.

Der Reisedetailhändler Avolta, der frühere Dufry-Konzern, hat im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Iran-Krieg belastet das Geschäft spürbar weniger. Probleme an zwei großen Flughäfen bleiben allerdings bestehen.

Tempo im dritten Quartal

Der Core-Umsatz stieg im Quartal um 5,4 Prozent auf 4,0 Milliarden Franken. Organisch beschleunigte sich das Wachstum auf 4,6 Prozent, nach 2,9 Prozent im zweiten Quartal. Treiber war vor allem die Region Asien-Pazifik mit einem organischen Plus von gut 31 Prozent.

Über die ersten neun Monate kommt der Konzern auf einen Core-Umsatz von 10,4 Milliarden Franken und ein organisches Wachstum von 4,1 Prozent. Ohne die Folgen der Nahost-Störungen läge es bei 5,2 Prozent. Für Oktober nennt das Management ein vorläufiges organisches Plus von rund 4,0 Prozent, getragen von allen Regionen.

Marge nähert sich dem Vorjahr

Die Profitabilität hinkt weiter hinterher, holt aber auf. Die Core-EBITDA-Marge lag nach neun Monaten bei 10,0 Prozent, 20 Basispunkte unter dem Vorjahr. Im dritten Quartal erreichte sie 11,6 Prozent. Der Abstand zum Vorjahr schrumpfte damit auf rund 40 Basispunkte, nach 60 im zweiten Quartal.

Ohne Nahost-Effekte und Anlaufkosten großer neuer Standorte hätte die Marge um 20 Basispunkte auf 10,4 Prozent zugelegt. Zu den Anlaufschwierigkeiten zählen Shanghai-Pudong und New York JFK, die weiter belasten.

Der Free Cashflow (EFCF) lag nach neun Monaten mit 501 Millionen Franken auf Vorjahresniveau. Im Quartal stieg er leicht auf 294 Millionen Franken.

Kapital und Ausblick

Die Verschuldung beträgt das Zweifache des Core-EBITDA. In dieser Zahl stecken die abgeschlossenen Zukäufe von DFS Okinawa und Penha Duty Free. Im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms hat Avolta bis Ende September eigene Aktien für 191 Millionen Franken erworben, nach 129 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum.

Die mittelfristigen Ziele bestätigt das Unternehmen: organisches Wachstum von 5 bis 7 Prozent pro Jahr und eine jährliche Margenverbesserung von 20 bis 40 Basispunkten. Hinzu kommt eine höhere Cash-Umwandlung. Für 2026 erwartet der Konzern durch Wechselkurse einen Gegenwind von rund 2 Prozent beim berichteten Umsatz.

Die Aktie schloss am Vortag bei 45,12 Franken. Gelingt es, die Marge im Schlussquartal weiter an das Vorjahr heranzuführen, würde das die Zielmarke von 20 bis 40 Basispunkten Verbesserung pro Jahr glaubwürdiger machen.

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