DroneShield Aktie: Leerverkaufsquote steigt auf 15,2 Prozent
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 11:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Skepsis am Markt gegenüber DroneShield erreicht einen neuen Höchststand. Nach heute veröffentlichten Daten der australischen Aufsichtsbehörde ASIC stieg der Anteil der leerverkauften Aktien auf 15,2 Prozent, verglichen mit 14,3 Prozent in der vorangegangenen Erhebung. Damit führt das Unternehmen die Liste der am stärksten geshorteten Werte an der australischen Börse an. Im deutschen Handel notiert das Papier am heutigen Montag bei 1,10 Euro mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent.
Marktpessimismus vor US-Rahmenvertrag
Die Baisse-Positionen bauten sich bereits in den vergangenen Monaten spürbar auf. Zu Jahresbeginn lag die Leerverkaufsquote noch bei 11,1 Prozent, bevor sie in der Handelswoche bis zum 28. September auf 15,17 Prozent kletterte. Bemerkenswert ist dabei der Zeitpunkt: Der Höchststand bei den Wetten auf fallende Notierungen fiel unmittelbar vor eine wegweisende Unternehmensmeldung.
Am 30. September meldete der Spezialist für Drohnenabwehr einen dreijährigen IDIQ-Rahmenvertrag mit US-Behörden mit einer Obergrenze von 500 Millionen US-Dollar. Allerdings beinhaltet diese Vereinbarung keine garantierten Bestellungen oder festen Abnahmeverpflichtungen. Händler bewerten solche Verträge daher oft vorsichtiger, da Mittelabrufe und tatsächliche Volumina von künftigen Einzelaufträgen abhängen.
Verlust im ersten Halbjahr trotz Umsatzzuwachs
Hinter den wachsenden Leerverkäufen steht auch die operative Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres. Im ersten Halbjahr 2026 steigerte DroneShield die Erlöse zwar um 74 Prozent auf 125,8 Millionen australische Dollar. Unter dem Strich fiel jedoch ein statutarischer Verlust nach Steuern von 32,2 Millionen australische Dollar an, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 2,1 Millionen australische Dollar verbucht worden war.
Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) drehte mit minus 12,4 Millionen australische Dollar ebenfalls in den negativen Bereich. Die Barmittel und Termineinlagen beliefen sich zum 30. Juni 2026 auf 180,0 Millionen australische Dollar bei einer schuldenfreien Bilanz.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management einen Jahresumsatz von 250 bis 270 Millionen australische Dollar an.
Neuer Finanzvorstand und laufende ASIC-Prüfung
Neben dem operativen Übergang stehen personelle Veränderungen und regulatorische Themen an. Am 2. November 2026 tritt Rebecca Lowde ihren Posten als neue Finanzchefin (CFO) an. Parallel dazu unterstützt das Unternehmen weiterhin eine laufende Untersuchung der Wertpapieraufsicht ASIC, die sich mit Börsenmitteilungen und dem Aktienhandel aus dem November 2025 befasst.
Bei einer Marktkapitalisierung von 1,04 Milliarden Euro müssen die Australier nun beweisen, dass sich der wachsende Auftragsbestand zügig in profitables Wachstum überführen lässt.
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