Dow, Jones

Dow Jones: Zwischen zwei Durchschnittslinien

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 23:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Dow Jones bewegt sich nahe 52.300 Punkten; Fed-Entscheid, Unternehmensberichte und technische Marken prägen die Handelswoche.
Die Fassade der New York Stock Exchange an der Wall Street bei hellem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Der Dow Jones tritt auf der Stelle, während die Märkte auf die Fed warten. Der Index hält sich bei gut 52.300 Punkten, getragen von stabilen Anleiherenditen. Auf der Tagesordnung steht eine Woche voller Weichenstellungen.

Ruhiger Start, vorsichtige Erholung

Nach den Verlusten zum Wochenausklang startete die Wall Street mit leichten Gewinnen. Zunächst lag der Dow Jones bei 52.416 Punkten, am Mittag Ortszeit notierte er mit 0,2 Prozent im Plus bei 52.339 Punkten. Der S&P 500 legte stärker zu, die Nasdaq-Indizes gewannen bis zu 1,3 Prozent. Der Dow hinkt der Technologie damit hinterher.

Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen verharrt bei 4,98 Prozent, nachdem die Flucht in sichere Häfen sie in der Vorwoche deutlich gedrückt hatte. Ölpreise gaben zwischenzeitlich nach, machten die Verluste aber weitgehend wieder wett. Brent kostet rund 116 Dollar. Marktteilnehmer verweisen auf die ungelöste Lage zwischen den USA und dem Iran sowie auf anhaltende Bedenken zu den KI-Investitionen.

Fed, Berichtssaison und KI-Börsengang

Im Wochenverlauf entscheiden Fed, EZB und Bank of Japan über ihre Zinsen. Bei der US-Notenbank gilt eine Erhöhung am Mittwoch, kurz vor den Zwischenwahlen, als unwahrscheinlich. Entsprechend richtet sich der Blick auf Notenbankpräsident Kevin Warsh. Laut CME-FedWatch preisen die Märkte allerdings eine Wahrscheinlichkeit von fast 80 Prozent für eine Erhöhung im Dezember ein.

Hinzu kommt die Berichtssaison: Rund 36 Prozent der S&P-500-Unternehmen legen Zahlen vor, darunter Amazon, Alphabet und Microsoft.

Einzelwerte sorgen für Bewegung. Verizon hob den Jahresausblick erneut an und meldete eine Vereinbarung mit Amazon Web Services über mehr als 2 Milliarden Dollar. Die Aktie gab dennoch nach, weil der Umsatz leicht unter den Erwartungen lag. Meta plant Aktienemissionen von bis zu 95 Milliarden Dollar für den KI-Ausbau. Anthropic reichte die Unterlagen für einen Nasdaq-Börsengang ein, angepeilt ist die Woche ab dem 16. November.

Charttechnik: Der Index sitzt in der Zange

Technisch steckt der Index in einer Konsolidierung. Die 200-Tage-Linie bei etwa 52.315 Punkten trägt von unten, die 20er-Linie bei rund 52.735 Punkten deckelt nach oben. Ein Bearish-Engulfing-Muster am Hoch von 53.153 Punkten am 22. Oktober leitete den Rücksetzer ein. Der RSI rutschte unter die neutrale 50, das MACD-Signal ist negativ.

Dagegen sprechen die Indikatoren, die den Aufwärtstrend stützen: SuperTrend und Ichimoku-Wolke. Fällt der Index nachhaltig unter 51.900 Punkte, wäre das bullische Szenario gefährdet. Ein Anstieg über 53.153 Punkte würde dagegen das mögliche Doppeltop entwerten und den Weg Richtung 53.776 Punkte öffnen. Die Fed-Entscheidung am Mittwoch liefert den nächsten Impuls für einen Ausbruch.

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