Dow Jones: Ölpreise drücken auf Stimmung
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 11:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Steigende Rohölpreise und Anleiherenditen über der Fünf-Prozent-Marke setzen den Dow Jones zum Wochenauftakt unter Druck. Die festgefahrenen Gespräche zwischen den USA und dem Iran schüren neue Inflationssorgen — und genau das treibt die Nervosität an den Terminmärkten. Die Dow-Futures pendeln uneinheitlich, während Händler auf die anstehenden Daten zur PCE-Inflation und den Nonfarm Payrolls warten.
Zinssorgen bestimmen das Bild
Der Anstieg der Treasury-Renditen über die Fünf-Prozent-Schwelle gilt als Signal für mögliche weitere Zinsschritte der Federal Reserve. Kombiniert mit steigenden Ölpreisen nährt das die Sorge, dass die Inflation hartnäckiger bleibt als gedacht. Diese Gemengelage belastete die Leitindizes bereits am Montag und wirkt bis in den Dienstag hinein nach.
Charttechnisch bewegt sich der Index in einer knappen Entscheidungsphase. Nach einem Start bei 51.918 Punkten in die neue Handelswoche liegt der Dow damit unter dem Niveau der Vorwoche, aber leicht über dem vorherigen Wochenschluss. Die Ausgangslage bleibt neutral bis leicht bärisch — Analysten sehen eine Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent für ein Bären-Szenario gegenüber 45 Prozent für eine Erholung.
Für eine nachhaltige Stabilisierung müsste der Index über die SMA20 bei 52.295 Punkten und die SMA50 bei 52.846 Punkten zurückklettern. Erst danach würde die SMA200 im Vier-Stunden-Chart bei 52.863 Punkten als nächstes Ziel in den Fokus rücken.
Auf der Unterseite gilt die Marke von 51.682 Punkten als Schlüssellevel: Hält sie, sind Erholungen Richtung 52.039 bis 52.579 Punkte möglich. Rutscht der Index darunter, drohen Rücksetzer bis in den Bereich von 51.149 bis 50.748 Punkten.
Die vergangene Handelswoche endete für den Dow bei 51.861 Punkten — nach drei Verlustwochen in Folge ein kleines Plus von 97 Punkten. Die Schwankungsbreite lag mit 1.344 Punkten über dem Jahresdurchschnitt von rund 1.324 Punkten, ein Hinweis auf die anhaltend hohe Nervosität im Markt.
Die Wochendaten zur Inflation und zum Arbeitsmarkt dürften in den kommenden Tagen zeigen, ob sich die Zinssorgen bestätigen oder abschwächen. Bis dahin bleibt die Marke von 51.682 Punkten die entscheidende Verteidigungslinie für die Bullen.
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