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Dolby Laboratories Aktie: Hisense startet Vision 2 am 6. August

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 03:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Dolby Laboratories erweitert seine HDR-Technologie um eine günstige Basisversion für Budget-Geräte und forciert das Live-Sport-Geschäft. Die Aktie erholte sich zuletzt deutlich.

Dolby Vision 2: Neue Lizenzstrategie soll HDR-Technologie im Massenmarkt etablieren
Ein hochwertiger, moderner Wohnraum mit einem leuchtenden, ultraschlanken Fernsehbildschirm in einer stimmungsvollen Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Dolby Laboratories treibt die Marktdurchdringung seiner HDR-Technologie mit einer neuen Lizenzstrategie voran. Mit der Einführung von Dolby Vision 2 zielt das Unternehmen verstärkt auf das Massensegment ab, um die Bildoptimierung auch in preiswerteren Endgeräten zu etablieren.

Laut Berichten von TechRadar bietet das Unternehmen neben der Premium-Variante Dolby Vision 2 Max nun eine Basisversion an, die für Hersteller deutlich kostengünstiger zu lizenzieren ist. Während die Max-Version den bisherigen Standard in High-End-Geräten ersetzt, soll die Standardvariante die Integration in Budget-TVs ermöglichen.

Neue Strategie für preiswerte Endgeräte

Der operative Rollout der neuen Technologie hat bereits begonnen. Wie channelnews meldet, startete der Hersteller Hisense bereits am 6. August die Einführung von Dolby Vision 2 in Regionen wie Nordamerika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum. Technische Basis für diese erste Welle ist der Pentonic 800 Chip von MediaTek.

Weitere Halbleiter-Lösungen, die den neuen Standard unterstützen, werden für das Jahr 2027 erwartet. Durch die geringeren Lizenzhürden für die Basisversion versucht das Unternehmen, seine Marktanteile gegenüber konkurrierenden Formaten in den unteren Preissegmenten zu verteidigen.

Für Anleger ist dabei entscheidend, dass die Verfügbarkeit von Inhalten massiv beschleunigt wird. Durch einen neuen automatisierten Prozess können rund 33.000 bestehende Filme und Serienepisoden auf den neuen Standard gehoben werden, ohne dass ein zeitaufwendiges manuelles Remastering notwendig ist.

Lediglich künstlerisch komplexe Funktionen wie Authentic Motion und Precision Black bleiben von dieser Automatisierung ausgenommen und erfordern weiterhin eine individuelle Bearbeitung durch Experten.

Live-Sport als neuer Wachstumspfeiler

Ein wesentlicher strategischer Wachstumstreiber für Dolby Laboratories liegt künftig in der Übertragung von Live-Sport-Events. Die Seattle Seahawks nutzen bereits die Technologie Dolby OptiView für das Streaming ihrer Spiele über eine eigene App.

Parallel dazu baut der Streaming-Dienst Peacock die Unterstützung von Dolby Vision und Dolby Atmos für Übertragungen der Profiligen NBA, MLB und NFL weiter aus. Diese Expansion in den lukrativen Markt für Live-Sport diversifiziert die Einnahmeprofile des Unternehmens jenseits des klassischen Filmgeschäfts und stärkt die Bindung an große Streaming-Plattformen.

Trotz dieser technologischen Fortschritte zeigt sich das Marktumfeld an der Börse noch zweigeteilt. Die Aktie notierte am Freitag zum Handelsschluss bei 53,95 Euro. Zwar konnte das Papier innerhalb der letzten 30 Tage einen deutlichen Kurszuwachs von 26 % verzeichnen, liegt jedoch mit einem Abschlag von 17 % weiterhin unter dem 52-Wochen-Hoch.

Die jüngste Erholung spiegelt den Optimismus hinsichtlich der neuen Lizenzmodelle wider, während die langfristige Performance noch von der allgemeinen Kaufzurückhaltung im Hardware-Sektor geprägt ist.

Hürden bei der Hardware-Nachrüstung

Herausforderungen bestehen weiterhin bei der Unterstützung durch bestehende Hardware im Heimkinobereich. Während viele aktuelle 4K-Blu-ray-Player technisch in der Lage wären, Dolby Vision 2 per Software-Update zu unterstützen, gibt es seitens großer Hersteller wie Sony derzeit keine Pläne für entsprechende Aktualisierungen bestehender Modelle.

Bei anderen Produzenten wie Panasonic oder Magnetar bleibt die Situation für Bestandskunden unklar. Bestehende Datenträger bleiben zwar grundsätzlich kompatibel, können jedoch die erweiterten Metadaten der zweiten Generation ohne ein entsprechendes Update der Abspielgeräte nicht vollständig auslesen.

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