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DMG Mori Aktie: DMV 160 mit CELOS-Steuerung

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 17:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

DMG Mori zeigt auf der AMB automatisierte Fertigungslösungen und meldet stabile Perspektiven trotz verhaltener Investitionsnachfrage.

DMG Mori setzt auf Automatisierung und neue Fertigungszellen
Abstrakte Nahaufnahme einer hochmodernen industriellen Fertigungsumgebung mit präzisen metallischen Maschinenkomponenten. Illustration mit AI erstellt.

Mit neuen Automatisierungskonzepten begegnet DMG Mori der anhaltenden Zurückhaltung bei Industrieinvestitionen. Auf der Branchenmesse AMB in Stuttgart, die gestern eröffnet wurde, stellte der Konzern eine integrierte Fertigungszelle vor, die gemeinsam mit dem Messtechnikpartner Renishaw entwickelt wurde.

An den Finanzmärkten stießen die operativen Signale auf ein freundliches Umfeld: Die Aktie von DMG Mori verzeichnet heute ein Plus von 1,1 Prozent auf 47,80 Euro.

Autonome Korrekturprozesse für die Serienfertigung

Im Zentrum des Messeauftritts steht die weitgehende Automatisierung von Zerspanungsprozessen. Das mit Renishaw konzipierte System verknüpft CNC-Werkzeugmaschinen, Industrieroboter und fertigungsnahe Messtechnik. Über diese Struktur werden Korrekturdaten im laufenden Bearbeitungsprozess autonom zurückgeführt. Ziel ist es, manuelle Nachjustierungen in der Serienfertigung vollständig zu vermeiden und Stillstandszeiten zu reduzieren.

Als neue Maschinengeneration stellte DMG Mori gestern die DMV 160 für das Vertikalfräsen vor. Die Anlage verfügt ab Werk über die CELOS-Steuerung und eine Automationsschnittstelle, um Anwendern einen skalierbaren Einstieg in digitalisierte Produktionsabläufe zu ermöglichen. Auf der bis Samstag laufenden Fachmesse präsentiert sich der Konzern in Halle 10 auf mehr als 2.100 Quadratmetern mit 20 überwiegend automatisierten Maschinen.

Volatiles Umfeld fordert Effizienzgewinne

Der verstärkte Fokus auf automatisierte Fertigungszellen reagiert auf ein anspruchsvolles Branchenumfeld. Das Management verwies im März auf anhaltende geopolitische Unsicherheiten und eine gedämpfte Nachfrage nach Investitionsgütern im Jahr 2026. Vor diesem Hintergrund gewinnen automatisierte Lösungen an Bedeutung, da Kunden verstärkt auf Produktivitätssteigerungen setzen, um Kostendruck auszugleichen.

Die Basis für die Neuentwicklungen bildete das vorangegangene Geschäftsjahr. In diesem Zeitraum legte der Auftragseingang um vier Prozent auf 2.340,2 Millionen Euro zu. Unter den präsentierten Neuvorstellungen jenes Jahres befanden sich allein 18 Weltpremieren.

Für das laufende Jahr strebt DMG Mori beim Auftragseingang einen Wert von bis zu 2,5 Milliarden Euro an. Beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) visiert das Unternehmen eine Spanne von 90 bis 110 Millionen Euro an.

Solide Bewertung am Kapitalmarkt

Am Kapitalmarkt behauptet sich der Titel im aktuellen Marktumfeld stabil. Nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage verringert sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch auf 2,4 Prozent. Die Kombination aus technologischen Produktanpassungen und einer bestätigten Jahresprognose stützt derzeit die Kursentwicklung des Werkzeugmaschinenherstellers.

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