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District Metals Aktie: Bohrt auf neuen Viken-Zielen

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 16:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bohrungen prüfen, ob zwei leitfähige Zonen die Uran- und Energiemetall-Ressource bei Viken erweitern können.

District Metals bohrt neue Ziele nahe dem Viken-Projekt in Schweden
Ein Geologe untersucht Gesteinsproben an einer Bohrstelle in einer felsigen Landschaft. Illustration mit AI erstellt.

Mit dem Einsatz der Bohrgeräte auf zwei bisher kaum erschlossenen Zielzonen treibt District Metals die Erkundung seines Vorzeigeprojekts in Mittelschweden voran. Im Mittelpunkt stehen geophysikalische Anomalien, die das Ausmaß der bekannten Uran- und Energiemetall-Lagerstätte erweitern könnten.

An den Handelsplätzen zeigt sich die Aktie des kanadischen Explorers heute verhaltener: Das Papier notiert bei 0,2870 Euro und verzeichnet damit ein Minus von 1,4 Prozent.

Diamantbohrungen auf ungetesteten Zielen

Die schwedische Konzerntochter Arctic DS AB des Bohrunternehmens Arctic Drilling AS führt die Diamantkernbohrungen im Regierungsbezirk Jämtland durch. Das Explorationsprogramm konzentriert sich auf die Zielgebiete A und B. Beide Areale stellen leitfähige Anomalien dar, die im Jahr 2025 durch eine geophysikalische Vermessung aus der Luft identifiziert wurden.

Ziel A liegt rund 1,7 Kilometer nördlich der bereits bekannten Viken-Lagerstätte. Ziel B erstreckt sich ungefähr 7,5 Kilometer in nordwestlicher Richtung. Nach Unternehmensangaben weisen beide Zonen stärkere und räumlich größere Leitfähigkeitssignale auf als die bisher definierte Lagerstätte selbst. Historische Randbohrungen aus dem Jahr 2008 hatten in diesen Abschnitten bereits mineralisierten Alaunschiefer angetroffen.

Geologie bestimmt den Bohrfortschritt

Über die genaue Verteilung der Bohrmeter entscheidet das Team vor Ort flexibel auf Basis der geologischen Befunde sowie radiometrischer Uranmessungen. Das genehmigte Arbeitsprogramm für das laufende Jahr sieht ein Gesamtvolumen von 5.000 bis 7.000 Bohrmetern vor. Diese Meter verteilen sich auf das Projekt Viken sowie angrenzende Alaunschiefer-Liegenschaften des Explorers.

Die Bohrungen sollen klären, ob die leitfähigen Strukturen tatsächlich mit Uran sowie weiteren industriell relevanten Energierohstoffen verknüpft sind.

District Metals stützt sich dabei auf ein solides finanzielles Polster: Zum Ende des Geschäftsjahres am 30. Juni wies der Explorer einen Kassenbestand von 16,187 Millionen kanadischen Dollar aus. Bei einem aktuellen Börsenwert von umgerechnet 51,28 Millionen Euro bleibt die Finanzierung des laufenden Arbeitsprogramms damit gesichert.

Wirtschaftliche Dimension des Viken-Vorkommens

Die bisher nachgewiesene Ressource auf Viken umfasst 456 Millionen Tonnen Erz mit einem Gehalt von 175 ppm U?O?, was rechnerisch 176 Millionen Pfund Uranoxid entspricht. Das Projekt gilt damit als eines der größten unerschlossenen Uran- und Polymetallvorkommen Europas.

Eine im Juli eingereichte vorläufige wirtschaftliche Bewertung unterstrich das Potenzial des Standorts. Die Studie wies einen Kapitalwert nach Steuern von 2,88 Milliarden US-Dollar bei einem Abzinsungssatz von acht Prozent aus.

Für die geplante Minenlaufzeit von 13 Jahren bezifferten die Gutachter den jährlichen freien Cashflow nach Steuern auf durchschnittlich 531 Millionen US-Dollar. Die nun laufenden Bohrungen müssen zeigen, ob sich die zugrunde liegende Rohstoffbasis durch die neuen Zielgebiete vergrößern lässt.

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