Rohstoff, Aktie

Deutsche Rohstoff Aktie: 23 Bohrlöcher bis Jahresende

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 11:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Deutsche Rohstoff bestätigt die Jahresziele, plant 23 weitere Bohrlöcher und erhält von First Berlin ein höheres Kursziel von 125 Euro.

Deutsche Rohstoff verdoppelt Produktion und Umsatz im zweiten Halbjahr
Industrielle Förderanlagen vor einem dramatischen Sonnenuntergang, die den Rohstoffsektor symbolisieren. Illustration mit AI erstellt.

Die Deutsche Rohstoff verfolgt im laufenden Geschäftsjahr eine ambitionierte Wachstumsstrategie und bereitet sich auf eine signifikante Ausweitung ihrer operativen Tätigkeit vor.

Das Unternehmen strebt an, sowohl die Produktion als auch den Umsatz im zweiten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verdoppeln. Als zentraler Motor dieser Entwicklung dient ein umfangreiches Bohrprogramm, das die Grundlage für die Erreichung der gesteckten Jahresziele bilden soll.

Fokus auf expansive Bohrstrategie

Um die geplanten Produktionsmengen zu realisieren, setzt das Management auf eine hohe Schlagzahl bei den Erschließungsarbeiten. Wie die Börsen-Zeitung berichtete, stellte CFO Henning Döring für das zweite Halbjahr Erlöse in Höhe von 200 Millionen Euro in Aussicht.

Gestützt wird diese Erwartung durch die Inbetriebnahme von weiteren 23 Bohrlöchern bis zum Jahresende. Das Ziel ist eine tägliche Fördermenge zwischen 24.000 und 26.000 Barrel Öläquivalent (boepd).

Diese operative Beschleunigung ist Teil eines langfristig angelegten Ausbauprogramms. Bereits am 2. September präsentierte Döring die Strategie des Konzerns auf dem Equity Forum. Medienberichten zufolge wird für das kommende Geschäftsjahr 2027 mit einem weiteren Anstieg des Umsatzes auf eine Spanne von 320 bis 340 Millionen Euro gerechnet, während das EBITDA zwischen 240 und 260 Millionen Euro erwartet wird.

Rekordwerte im zweiten Quartal stützen Prognose

Die wirtschaftliche Basis für diesen Optimismus lieferten die Ergebnisse des zweiten Quartals 2026. Das Unternehmen meldete am 26. August einen Umsatzanstieg um 52,8 Prozent auf 66,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte in diesem Zeitraum 79,2 Millionen Euro.

Angesichts dieser Zahlen bestätigte die Konzernleitung die Prognose für das Gesamtjahr 2026. Demnach wird ein Umsatz zwischen 300 und 320 Millionen Euro sowie ein EBITDA in einem Korridor von 380 bis 400 Millionen Euro angestrebt.

Die positive Geschäftsentwicklung wird zudem durch externe Faktoren begünstigt. Medienberichten zufolge stützen die allgemein steigenden Ölpreise den gesamten Energiesektor, wovon das ölpreisgetriebene Geschäftsmodell der Deutsche Rohstoff unmittelbar profitiert. Parallel dazu veröffentlichte das Unternehmen detaillierte Produktionsdaten für das erste Halbjahr, die den Aufwärtstrend untermauern.

Analysten heben die Kursziele an

Die jüngsten operativen Fortschritte und die soliden Quartalszahlen stießen auch bei Analysten auf eine positive Resonanz. Am 26. August bestätigten die Experten von First Berlin Equity Research ihre Kaufempfehlung für das Papier. Das Analysehaus hob dabei das Kursziel von zuvor 115 Euro auf nun 125 Euro an. Begründet wurde dieser Schritt unter anderem mit höheren Öl-Futures sowie dem Wertzuwachs der verbleibenden Beteiligung an Almonty.

Am heutigen Mittwoch notiert das Papier bei 89,70 Euro, was einem leichten Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Damit weist der Titel aktuell einen Abstand von 24 Prozent zu seinem 52-Wochen-Hoch auf, das im Juni bei 117,80 Euro markiert wurde. Trotz der kurzfristigen Konsolidierung konnte die Aktie im bisherigen Jahresverlauf deutlich zulegen.

Erst gestern verzeichnete der Wert Medienberichten zufolge ein Tagesplus von 2,64 Prozent, nachdem er am Montag leicht nachgegeben hatte. Anleger blicken nun gespannt auf den weiteren Verlauf des Bohrprogramms im vierten Quartal.

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