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Deutsche Boerse Aktie: Leupold übernimmt Eurex-Spitze

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 08:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Aufsichtsrat bestimmte Eric Leupold zum Eurex-Vorstandschef ab Januar 2027; zudem platzierte die Deutsche Börse Wandelanleihen über 600 Millionen Euro.

Fotorealistisches Trading-Parkett mit Kursanzeigetafeln und Händlern
Modernes Trading-Parkett der Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055): Eine weitläufige Börsenhalle mit Händlerarbeitsplätzen, großen Kuranzeigetafeln und Glasdecke in warmer Beleuchtung Illustration mit AI erstellt.

Die Deutsche Börse bereitet einen Wechsel an der Führungsspitze ihres Derivategeschäfts vor. Bei der Konzerntochter Eurex Frankfurt AG übernimmt zum 1. Januar 2027 Eric Leupold den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Leupold tritt die Nachfolge von Robbert Booij an, der entschieden hatte, sein Vorstandsmandat nicht zu verlängern. Der Aufsichtsrat der Derivatebörse fasste den entsprechenden Beschluss am 15. September.

Mit dieser frühzeitigen Weichenstellung sorgt der Konzern für personelle Kontinuität auf einem seiner zentralen Handelsplätze. Dass die Nachfolgefrage mit erheblichem Vorlauf geregelt wird, gibt dem künftigen Führungsteam Planungssicherheit für die Weiterentwicklung des Terminmarktgeschäfts.

Neuer Zuschnitt beim Bestand eigener Aktien

Parallel zum Führungswechsel meldete die Deutsche Börse AG eine Veränderung bei den eigenen Aktien. Der direkt gehaltene Anteil an eigenen Anteilsscheinen sank auf 2,13 Prozent beziehungsweise 3.915.303 Stück. Zuvor war in den Veröffentlichungen noch ein Stimmrechtsanteil von 3,0463 Prozent gemeldet worden.

Die regulatorische Pflichtmitteilung erfolgte am 15. September. Am selben Tag veröffentlichte das Unternehmen zudem die Gesamtzahl der Stimmrechte nach den Vorgaben des Wertpapierhandelsgesetzes.

Vor rund zwei Wochen hatte der Vorstandschef des Konkurrenten Euronext eine europäische Börsenfusion thematisiert. Debatten über Zusammenschlüsse und Partnerschaften flammen im europäischen Handelssektor immer wieder auf. Der Frankfurter Konzern konzentriert sich im Tagesgeschäft jedoch auf die Stärkung der bestehenden Plattformen.

Wandelschuldverschreibung und Finanzierungsrahmen

Auch auf der Finanzierungsseite stellte das Unternehmen kürzlich wichtige Weichen. Am 9. September meldete der Marktbetreiber die finale Platzierung von Wandelschuldverschreibungen im Gesamtwert von 600 Millionen Euro. Das Bezugsrecht der bestehenden Aktionäre war bei der Transaktion ausgeschlossen.

Die Papiere laufen bis zum 16. September 2031 und sind mit einem jährlichen Zinskupon von 0,50 Prozent ausgestattet. Als anfänglicher Wandlungspreis wurden 363,6743 Euro festgelegt.

Mit der Ausgabe der Wandelanleihe stärkt der Konzern seine Kapitalstruktur für künftige strategische Schritte. Durch den Ausschluss des Bezugsrechts konnte die Platzierung zügig bei institutionellen Investoren vollzogen werden.

Kursniveau und anstehende Quartalszahlen

Am Kapitalmarkt notiert die Aktie weiterhin auf hohem Niveau. Im vorbörslichen Handel steht das Papier bei 287,50 Euro. Damit bewegt sich der Kurs rund 1,8 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 292,80 Euro.

Wichtige Einblicke in die operative Ertragsstärke folgen im nächsten Monat. Die Deutsche Börse AG kündigte am 17. September an, ihre Quartalsmitteilung für das dritte Quartal am 20. Oktober 2026 zu veröffentlichen.

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