DAX: Wall-Street-Beben belastet Rekord
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 23:07 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Rekord vom Donnerstag hielt nur wenige Stunden. Nach einem schweren Ausverkauf an den US-Börsen deutet sich für den DAX zum Handelsstart ein Rückschlag an. Vorbörslich notierte der Leitindex gut 0,8 Prozent tiefer bei rund 26.100 Punkten.
Tech-Ausverkauf in New York
Tags zuvor hatte der DAX mit 26.692 Punkten eine neue Bestmarke erreicht. Dann kippte die Stimmung an der Wall Street. Der Nasdaq 100 verlor 6,4 Prozent und erlebte damit den schwächsten Tag seit dem Corona-Crash im März 2020. Der Halbleiterindex SOX brach um mehr als 12 Prozent ein. Auch der breite S&P 500 verzeichnete seinen schwärzesten Handelstag seit April 2025.
Marktbeobachter sehen das Klumpenrisiko weniger Tech-Schwergewichte am Werk. Wenn diese Titel stärker fallen, reißen sie die großen Indizes mit. Hinzu kommt die Sorge vor einem KI-Ausbaustopp im Falle demokratischer Politik, die zusätzlich auf der Stimmung lastet.
Asien zieht mit
In Fernost setzte sich die Schwäche fort. Der japanische Nikkei 225 sackte um mehr als 6 Prozent auf das Niveau von April ab. Der Chipwert Rohm büßte 17 Prozent ein. Auch in Südkorea gaben vor allem Samsung und SK Hynix kräftig nach.
Der DAX-Future spiegelt das Bild. Der nächstfällige Kontrakt verlor im Frühhandel 192 Punkte auf 26.226. Das Tageshoch lag bei 26.300 Punkten, das Tief bei 26.181.
Saisonale Statistik als Gegengewicht
Historisch spricht einiges für eine Erholung im Spätjahr. In 22 von 30 Wintern legte der DAX zwischen November und Januar zu, im Schnitt um knapp sechs Prozent. Der größte Teil dieser Gewinne fiel vor dem Jahreswechsel an. Allein der November brachte im Mittel rund drei Prozent.
Eine Garantie ist das nicht. Acht der 30 Winter endeten im Minus, in der Saison 2007/08 verlor der DAX knapp 15 Prozent. Seit 2006/07 liegt der Schnitt zudem nur noch bei knapp vier Prozent.
Für den Freitag zählt zunächst die Frage, ob der Index die Marke von 26.000 Punkten verteidigt. Fällt sie, rückt die Zone unter dem jüngsten Rekordniveau stärker in den Blick. Die Richtung dürfte vorerst die Wall Street vorgeben.
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