DAX: Bodenbildung mit Fragezeichen
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 11:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der DAX startet gut behauptet in eine Woche, deren Verlauf einmal mehr von der Weltpolitik diktiert wird. Zwischen 25.172 und 25.800 Punkten pendelt der Index seit Tagen, ohne dass sich eine klare Richtung durchsetzt. Charttechnisch zeichnet sich ein Boden ab — die entscheidende Bewährungsprobe steht aber noch aus.
Am Freitag hatte der Rücksetzer auf das Vorwochentief bei 25.172 Punkten kurzzeitig für Nervosität gesorgt. Anschließend kam etwas Entlastung auf: Irans Präsident Massud Peseschkian signalisierte Bereitschaft, die auf 60 Prozent angereicherten Uranbestände seines Landes zu verdünnen und sich an den Atomwaffensperrvertrag zu halten.
Die USA wiesen den Vorschlag jedoch vollständig zurück — Präsident Trump lehnte das Angebot ab, die Straße von Hormus bleibt damit blockiert. Die Ölpreise zogen am Montagmorgen entsprechend kräftig an, was die Stimmung an den Aktienmärkten belastet.
China-USA-Gespräche als Lichtblick
Etwas mehr Substanz lieferte das dreitägige Treffen zwischen China und den USA in Washington. Beide Seiten einigten sich auf einen gegenseitigen Zollabbau im Umfang von 30 Milliarden Dollar sowie auf einen neuen Dialog zu Künstlicher Intelligenz, inklusive eines eigenen Kommunikationskanals für KI-Vorfälle.
Die nächste Gesprächsrunde ist für November terminiert. Für den DAX bedeutet das zumindest einen Hoffnungsschimmer, auch wenn der Ölpreis-Schock aus dem Nahen Osten die positive Nachricht überlagert.
Die Stimmungslage bleibt entsprechend zwiespältig. Der Fear-&-Greed-Index notiert bei 37 und signalisiert "Angst", während der VDAX-New von 17,89 auf 16,87 Prozent zurückging — ein Wert, der laut gängiger Einordnung noch im Normbereich liegt, aber zuletzt wieder steigt. Sollte der Volatilitätsindex über die 17-Prozent-Marke zurückkehren, wäre laut historischem Muster verstärkt mit fallenden Kursen zu rechnen.
Asiatische Börsen zeigen sich derweil uneinheitlich: Der Shanghai Composite verlor deutlich, während Hongkongs Hang Seng zulegte und der japanische Nikkei kaum bewegt blieb.
Für eine echte Trendwende bräuchte der DAX eine Rückeroberung des 50-Tage-Durchschnitts bei aktuell 25.653 Punkten — dann rücken 25.900 und 26.080 Punkte in Reichweite. Scheitert der Index dagegen am Vorwochentief bei 25.172 Punkten, drohen weitere Abgaben in Richtung 24.480 Punkte. Die kommende Woche dürfte zeigen, ob die diplomatischen Bemühungen um Hormus neuen Schwung bringen oder der Ölpreis die Oberhand behält.
DAX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 28. September liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
