Data Storage Aktie: Drei Direktoren verkaufen
Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 03:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Innerhalb weniger Tage haben gleich drei Direktoren von Data Storage Corp Aktien ihres eigenen Unternehmens abgestoßen. Uwayne Mitchell, Clifford Stein und John Argen trennten sich zusammen von rund 10.000 Aktien im Gegenwert von etwa 30.000 Dollar. Bei einer Marktkapitalisierung von nur 6,99 Millionen Dollar fällt das ins Auge, auch wenn die Begründung unspektakulär ausfällt.
Alle drei Transaktionen fanden am 10. und 11. September 2026 statt und dienten laut Mitteilung der Deckung von Steuerverbindlichkeiten. Die Preise lagen zwischen 2,92 und 3,08 Dollar je Aktie, die Aktie selbst notiert aktuell bei 3,04 Dollar. Nach den Verkäufen halten Mitchell noch 19.000 Aktien, Stein 18.009 und Argen ebenfalls 19.000 Stück direkt.
Kurs unter Druck
Der Zeitpunkt der Verkäufe fällt in eine schwache Phase für das Papier. Auf Sicht von sechs Monaten steht ein Minus von 26 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn hat sich der Kurs sogar um rund 41 Prozent verringert. Auslöser für den jüngsten Rückgang war offenbar die Reaktion auf die Quartalszahlen zum zweiten Quartal 2026.
Data Storage meldete dort einen Umsatz von 359.000 Dollar aus fortgeführten Geschäftsbereichen, ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Erwartungen an der Wall Street lagen jedoch bei 400.000 Dollar — die Verfehlung dieser Marke schickte die Aktie im vorbörslichen Handel deutlich nach unten.
Immerhin verbesserten sich Bruttogewinn und Margen, weil der Rohertrag schneller wuchs als der Umsatz. Höhere Betriebskosten sorgten allerdings gleichzeitig für einen größeren Nettoverlust.
Die Zahlen kommen, nachdem sich das Unternehmen im vergangenen Jahr von seiner CloudFirst-Sparte getrennt hat und sich seither ausschließlich auf das Nexxis-Geschäft konzentriert. Diese strategische Fokussierung soll das Wachstum antreiben, zeigt bislang aber noch keine durchschlagende Wirkung auf die Profitabilität.
Für Anleger bleibt die Gemengelage unübersichtlich: Ein wachsendes, aber die Erwartungen verfehlendes Kerngeschäft trifft auf Insider, die zeitgleich Kasse machen — selbst wenn die Verkäufe offiziell steuerlich motiviert sind. Bei einer derart kleinen Marktkapitalisierung wirken schon moderate Kursbewegungen überproportional groß.
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