Daldrup, Soehne

Daldrup, Soehne Aktie: Projektstart in Pullach im dritten Quartal

Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 17:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz Rekordauftragsbestand und steigender Dividende fällt die Daldrup-Aktie. Der Kurs rutscht unter den 50-Tage-Durchschnitt, während das Geothermie-Geschäft brummt.

Daldrup & Söhne: Kursrutsch trotz Rekordaufträgen und höherer Dividende
Moderne Geothermie-Anlage bei Sonnenaufgang als Symbol für nachhaltige Energieprojekte. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Rekordaufträge und höhere Dividenden reichen am Montag nicht aus. Die Aktie von Daldrup & Söhne verliert zum Wochenauftakt deutlich an Boden. Marktteilnehmer nutzen den Tag offenbar für Gewinnmitnahmen, obwohl die operativen Ampeln auf Grün stehen.

Dividenden-Plus und Gewinn-Sprung

Der Vorstand schlägt für die Hauptversammlung im August eine Ausschüttung von 0,18 Euro je Aktie vor. Das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Basis für diesen Schritt ist die deutlich verbesserte Ertragskraft des Unternehmens.

Im Geschäftsjahr 2025 steigerte der Spezialist für Bohrtechnik seinen Jahresüberschuss auf 7,7 Millionen Euro. Das Management signalisiert mit der höheren Dividende Vertrauen in die Kontinuität der Geschäftsentwicklung. Parallel dazu finanziert das Unternehmen das weitere Wachstum aus eigenen Mitteln.

Volle Auftragsbücher bis 2027

Operativ profitiert Daldrup & Söhne von einer hohen Auslastung. Der Auftragsbestand kletterte im Frühjahr auf rund 120 Millionen Euro. Damit sind die Bohrmannschaften und Anlagen rechnerisch bis weit in das Jahr 2027 beschäftigt.

Ein Meilenstein steht im dritten Quartal bevor. Dann startet in Pullach eines der größten Projekte der Firmengeschichte. Hinzu kommt ein neuer Auftrag aus Aschheim mit einem Volumen zwischen 16 und 18 Millionen Euro. Die operativen Arbeiten dafür sollen voraussichtlich Ende 2026 beginnen.

Rückenwind aus Berlin

Das gesetzliche Umfeld verbessert sich für die Geothermie-Branche spürbar. Das neue Geothermiebeschleunigungsgesetz verkürzt Genehmigungsverfahren für Tiefengeothermie-Projekte deutlich. Kommunen und Investoren erhalten so eine höhere Planungssicherheit für ihre Vorhaben.

Die KfW flankiert diese Entwicklung mit neuen Finanzierungsinstrumenten. Diese sichern speziell das Fündigkeitsrisiko bei Bohrungen ab. Das Management erwartet dadurch langfristig eine massiv steigende Nachfrage nach Geothermie-Infrastruktur in Deutschland.

Wichtige Marken im Chart

Der heutige Kursrutsch auf 21,80 Euro drückt das Papier unter den 50-Tage-Durchschnitt. Damit nähert sich die Aktie der 200-Tage-Linie bei 20,70 Euro an. Trotz des aktuellen Rückschlags bleibt die 12-Monats-Performance mit einem Plus von fast 60 Prozent beachtlich.

Anleger blicken nun auf die Hauptversammlung im August. Dort muss das Management belegen, dass die operative Stärke die aktuellen Kursschwankungen dauerhaft kompensiert.

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