Daldrup, Söhne

Daldrup & Söhne: Aschheim-Auftrag über 18 Millionen

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 03:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Daldrup & Söhne verfügt über 132 Millionen Euro Auftragsbestand und bestätigt die Jahresziele, während die Aktie 21 Prozent zulegte.

Daldrup & Söhne: Geothermie-Projekte treiben die Aktie an
Geothermische Industrieanlage bei Dämmerung, die nachhaltige Energiegewinnung und moderne Infrastruktur symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Beim Bohrspezialisten Daldrup & Söhne rückt die operative Umsetzung der bestehenden Projekte in den Fokus. Die Nachfrage nach Tiefengeothermie in Deutschland wird durch verlässliche gesetzliche Leitplanken gestützt. Am Freitag verzeichnete die Aktie ein Kursplus von 4,5 Prozent auf einen Schlusskurs von 23,40 Euro.

Gesetzlicher Rahmen stützt die Projektpipeline

Als wesentlicher Treiber für die Branche gilt das Geothermiebeschleunigungsgesetz, das der Deutsche Bundestag Ende des vergangenen Jahres verabschiedet hat. Flankiert wird der Ausbau durch ein Finanzierungsinstrument der staatlichen Förderbank KfW, das eine integrierte Fündigkeitsversicherung für Geothermiebohrungen umfasst. Für Projektentwickler und Kommunen verringert dieser Rahmen das wirtschaftliche Risiko von Fehlbohrungen spürbar.

Vor diesem Hintergrund bereitet sich das Unternehmen auf anstehende Vorhaben vor. Medienberichten zufolge steht in Aschheim für die AFK Geothermie GmbH die Ausführung von zwei Tiefengeothermie-Bohrungen an. Das Projekt umfasst ein Auftragsvolumen von bis zu 18 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen Ende dieses Jahres anlaufen und bis Mitte kommenden Jahres umgesetzt werden.

Kommunale Versorger greifen verstärkt auf geothermische Wärmequellen zurück, um die Dekarbonisierung ihrer Fernwärmenetze voranzutreiben. Für spezialisierte Dienstleister bedeutet dieser Trend eine kontinuierliche Auslastung der Bohrgeräte und des Fachpersonals.

Solider Auftragsbestand für das zweite Halbjahr

Die Nachfrage spiegelt sich im Orderbuch des Konzerns wider. Ende August belief sich der Auftragsbestand auf 132 Millionen Euro, verglichen mit 140 Millionen Euro im Vorjahresmonat. Diese Basis sichert die Auslastung über die kommenden Monate ab.

Zugleich bekräftigte CEO Andreas Tönies vor gut drei Wochen die Jahresprognose für das Gesamtjahr. Das Unternehmen peilt dabei eine Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro an. In einem früheren Quartal konnte der Konzern bereits eine solide Ausgangsbasis für die zweite Jahreshälfte legen.

Bestätigte Jahresziele und fundamentale Einordnung

Bereits vor rund zwei Wochen legte das Unternehmen Halbjahreszahlen mit einer deutlichen Leistungssteigerung vor. Die Gesamtleistung kletterte dabei im Vorjahresvergleich um 56 Prozent auf 32,3 Millionen Euro. Zudem beschloss die Hauptversammlung vor gut drei Wochen die Ausschüttung einer Dividende von 0,18 Euro je Aktie.

Diese Entwicklung stieß auch bei Marktbeobachtern auf Beachtung. Vor rund zwei Wochen hob Analyst Holger Steffen von SMC-Research das Kursziel auf 30,00 Euro an und bestätigte die Einstufung mit „Buy“. An der Börse summiert sich das Kursplus der Aktie seit Jahresanfang auf 21 Prozent.

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