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D-Wave Quantum Aktie: Advantage2 in US-Militärlogistik

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 05:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Forschungsinitiative nutzt D-Waves Prozessor für Logistikaufgaben; zugleich stiegen die Buchungen im ersten Halbjahr auf 35,5 Millionen US-Dollar.

D-Wave Quantum testet Quantencomputer für US-Militärlogistik
Abstrakte Darstellung eines Quantencomputer-Rechenzentrums mit blauem Licht und futuristischer Technologie. Illustration mit AI erstellt.

Die praktische Nutzung von Quantencomputern erreicht die Logistiknetzwerke des US-Militärs. Am Freitag kündigte die US-Verteidigungslogistikbehörde Defense Logistics Agency gemeinsam mit CGI Federal und der University of Tennessee die Forschungsinitiative „Quantum Pathfinder“ an.

Im Mittelpunkt des Vorhabens steht der Advantage2-Prozessor von D-Wave Quantum. Mithilfe der Hybrid-Solver des Unternehmens sollen komplexe Herausforderungen bei der Lagerverwaltung, der Bestandsverteilung und der Rückführungslogistik in anspruchsvollen militärischen Einsatzumgebungen gelöst werden.

Über die militärische Logistik hinaus erstreckt sich die Zusammenarbeit auch auf zivile Lieferketten im Transportwesen und im Einzelhandel.

Lorenzo Martinelli, Chief Revenue Officer von D-Wave, hob in diesem Zusammenhang das Innovationspotenzial der kombinierten Systeme hervor, die auch Schnittstellen zu generativer künstlicher Intelligenz eröffnen.

Kommerzielle Reichweite trifft auf hohe Entwicklungskosten

Im operativen Geschäft verzeichnet das Unternehmen ein stark wachsendes Interesse an seiner Hardware und den zugehörigen Software-Diensten. In der ersten Jahreshälfte erreichten die Buchungen ein Volumen von 35,5 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum lediglich 2,9 Millionen US-Dollar zu Buche gestanden hatten.

Die zunehmende Zahl an Pilotprojekten und strategischen Allianzen unterstreicht den Wandel der Branche von rein akademischer Forschung hin zu anwendungsorientierten Szenarien. Gleichzeitig bleibt der Übergang zu wiederkehrenden Einnahmen eine zentrale Hürde für spezialisierte Hardware-Entwickler, da viele Verträge im aktuellen Stadium noch als projektbezogene Forschungsvereinbarungen strukturiert sind.

Trotz der deutlichen Zuwächse bei den Buchungen spiegeln die Gesamtzahlen die kapitalintensive Natur der Branche wider. Hohe Aufwendungen für Forschung, Systemarchitektur und den weltweiten Vertriebsansatz belasten die Profitabilität weiterhin erheblich.

Marktreaktion und Perspektiven an den Handelsplätzen

An den Finanzmärkten sorgte der Wechsel aus technologischem Fortschritt und anhaltendem Kapitalbedarf für spürbare Kursschwankungen. Am Freitag beendete das Papier das Handelsgeschehen bei 15,29 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich der Rückschlag für Anleger auf ein Minus von 33 Prozent.

Die Einbindung in Regierungsprogramme und verteidigungsbezogene Lieferketten verschafft D-Wave ein wichtiges Testfeld außerhalb des rein kommerziellen Sektors. In den kommenden Monaten wollen die Projektpartner die konkreten Einsatzfälle für die Logistikbehörde finalisieren, bevor im nächsten Haushaltsjahr über eine Ausweitung der praktischen Erprobung entschieden wird.

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