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CVR Energy Aktie: Kapitalerhöhung zum Raffineriekauf

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 15:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
CVR Energy bietet neue Aktien für 500 Millionen Dollar an; der Kauf zweier Raffinerien für 4,2 Milliarden Dollar ist bis Ende 2026 vorgesehen.
Industrielle Ölraffinerie bei Sonnenuntergang als Symbol für Energieinvestitionen. Illustration mit AI erstellt.

CVR Energy greift für eine Großübernahme tief in die Tasche – und holt sich dafür frisches Kapital vom Aktienmarkt. Der Raffineriebetreiber hat heute eine Aktienplatzierung gestartet, mit der er den Zukauf zweier Raffinerien von Marathon Petroleum mitfinanzieren will.

Der Deal: Zwei Raffinerien für 4,2 Milliarden Dollar

Marathon Petroleum und die Pipeline-Tochter MPLX verkaufen die Raffinerien St. Paul Park in Minnesota und Mandan in North Dakota samt zugehöriger Midstream-Anlagen an CVR Energy. Der Gesamtpreis liegt bei 4,2 Milliarden Dollar, zuzüglich Lagerbeständen und vorbehaltlich üblicher Preisanpassungen. Auf die Raffinerien entfallen 3,45 Milliarden Dollar, auf die Midstream-Assets 750 Millionen Dollar.

St. Paul Park verarbeitet 105.000 Barrel Rohöl pro Kalendertag, Mandan 72.000. Zum Paket gehören außerdem Anteile an einer Rohölpipeline, Lagerkapazitäten und drei Terminals. Der Abschluss ist für Ende 2026 vorgesehen. Voraussetzung ist unter anderem die kartellrechtliche Freigabe.

Marathon will den Erlös vor allem an der US-Golfküste reinvestieren, MPLX plant Wachstum im Permian- und im Marcellus-Becken.

Die Finanzierung: Aktien für 750 Millionen Dollar

Die Platzierung hat ein Volumen von 750 Millionen Dollar. CVR Energy bietet selbst neue Aktien im Wert von 500 Millionen Dollar an. Weitere 250 Millionen Dollar stammen von IEP Energy Holding, einer indirekten Tochter von Großaktionär Icahn Enterprises. Diesen Teil sieht das Unternehmen als Verkauf bestehender Papiere, der Erlös fließt nicht an CVR. Barclays und Jefferies führen die Emission.

Die Konsortialbanken können zudem eine Mehrzuteilungsoption über bis zu 112,5 Millionen Dollar ausüben. Auch sie stammt vom Altaktionär.

Mit den Mitteln aus der Kapitalerhöhung, vorhandenen Barmitteln und weiteren Finanzierungsschritten will CVR den Kaufpreis bezahlen. Außerdem sollen die 5,750-prozentigen Anleihen mit Fälligkeit 2028 abgelöst werden. Die Emission hängt nicht vom Vollzug der Übernahme ab, und umgekehrt. Scheitert der Kauf, verwendet CVR die Erlöse für allgemeine Unternehmenszwecke.

Einordnung

Für Aktionäre bedeutet die Platzierung eine Verwässerung, zugleich bleibt Icahn Enterprises als Kontrollaktionär präsent. Dass der Großeigner einen Teil seiner Anteile abgibt, dürfte am Markt aufmerksam verfolgt werden. Ob und in welcher Größe die Emission tatsächlich abgeschlossen wird, ist offen, sie steht unter Marktvorbehalt.

Konkrete Termine sind der Preis der Aktien, der in den kommenden Handelstagen feststehen dürfte, und der geplante Abschluss der Übernahme bis Ende 2026.

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