CURIS, Aktie

CURIS Aktie: TakeAim-CLL-Rekrutierung wird ausgeweitet

Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 09:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Curis meldet hohe Ansprechraten für Emavusertib, erweitert die CLL-Rekrutierungsziele und sichert per Kapitalmaßnahme 5,6 Millionen US-Dollar.

Curis: Emavusertib überzeugt in Lymphom-Studie trotz Finanzdruck
Modernes medizinisches Forschungslabor mit Laborgeräten als Symbol für klinische Studien und biotechnologische Entwicklung. Illustration mit AI erstellt.

Nach einer Phase intensiver Kapitalmaßnahmen rücken bei dem Biotechnologieunternehmen Curis die klinischen Fortschritte seiner Wirkstoffkandidaten wieder stärker in den Vordergrund.

Im Zentrum der strategischen Entwicklung steht dabei das Projekt Emavusertib, für das das Unternehmen zuletzt vielversprechende Daten in der Behandlung von Lymphomen und Leukämien vorlegte. Diese medizinischen Entwicklungen bilden das Fundament für die künftige Positionierung am Markt, während das Management gleichzeitig die finanzielle Basis stabilisiert.

Starke Ansprechraten in Lymphom-Studie

Besondere Aufmerksamkeit widmet das Unternehmen den aktualisierten Daten aus der klinischen Erprobung von Emavusertib bei Patienten mit primärem Lymphom des Zentralnervensystems (PCNSL).

Wie Curis bereits Ende Juli im Rahmen einer Pressemitteilung bekannt gab, konnte bei Patienten, die zuvor noch nicht mit einem BTK-Inhibitor behandelt worden waren (BTKi-naïve), eine objektive Ansprechrate (ORR) von 100 Prozent erzielt werden.

In dieser Gruppe waren fünf von fünf auswertbaren Patienten erfolgreich auf die Therapie angesprungen. Betrachtet man alle sieben Patienten dieser Kohorte, lag die Ansprechrate bei 86 Prozent.

In der deutlich schwieriger zu behandelnden Gruppe der Patienten, die bereits Erfahrungen mit BTK-Inhibitoren gesammelt hatten, fielen die Ergebnisse erwartungsgemäß moderater aus. Hier erreichte das Unternehmen eine objektive Ansprechrate von 33 Prozent bei zehn von 30 auswertbaren Patienten.

Über die gesamte Gruppe von 39 Patienten hinweg lag dieser Wert bei 26 Prozent. Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial des Wirkstoffs, insbesondere in frühen Behandlungslinien eine signifikante Wirkung zu entfalten.

Erweiterung der TakeAim-CLL-Studie

Parallel dazu treibt das Unternehmen die TakeAim-CLL-Studie voran, die sich auf Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) konzentriert. Das Management zeigt sich hier zunehmend optimistisch und hob die Prognose für die Patientenrekrutierung an. Ursprünglich war geplant, bis zum Jahresende 2026 fünf Patienten in diese Studie aufzunehmen. Diese Zielsetzung wurde nun auf eine Spanne von fünf bis zehn Patienten erhöht.

Bereits Ende Juli waren zehn Patienten für die Teilnahme registriert, von denen die ersten fünf die Behandlung noch im selben Monat beginnen sollten. Diese Beschleunigung der klinischen Abläufe gilt als wichtiges Signal an Investoren, dass die operative Entwicklung trotz bilanzieller Herausforderungen an Dynamik gewinnt.

Finanzielle Rahmenbedingungen und Q2-Abschluss

Die klinischen Ambitionen finden vor einem herausfordernden wirtschaftlichen Hintergrund statt. Vor gut drei Wochen veröffentlichte Curis die Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026. Demnach verzeichnete das Unternehmen einen Nettoverlust von 8,6 Millionen US-Dollar, was einem Minus von 4,02 US-Dollar je Aktie entspricht. Laut Berichten von Medien und Analysediensten wie Zacks verdeutlichen diese Zahlen den hohen Kapitalbedarf für Forschung und Entwicklung.

Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, schloss Curis vor rund zwei Wochen eine öffentliche Kapitalerhöhung ab. Aus dieser Maßnahme flossen dem Unternehmen Bruttoerlöse in Höhe von 5,6 Millionen US-Dollar zu, was nach Abzug der Platzierungsgebühren einem Nettozufluss von rund 4,8 Millionen US-Dollar entspricht. Im Rahmen dieses Angebots wurden 335.001 Stammaktien sowie über 3,3 Millionen vorfinanzierte Optionsscheine (Pre-funded Warrants) platziert.

In den zugehörigen Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC wies das Unternehmen auf ein kumuliertes Defizit von 1,3 Milliarden US-Dollar hin und räumte ein Risiko hinsichtlich der Fortführung der Geschäftstätigkeit für die kommenden zwölf Monate ein.

Trotz dieser Risiken zeigten sich Analysten in der Vergangenheit teilweise sehr zuversichtlich: Am 24. Juli hoben die Experten von H.C. Wainwright & Co. ihr Kursziel von 17,00 auf 43,00 US-Dollar an und hielten an ihrer Kaufempfehlung fest.

Mit den eingeworbenen Mitteln plant Curis nun, die Forschung an Emavusertib weiter zu finanzieren, um die nächste Phase der klinischen Entwicklung zu erreichen.

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