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Credit Suisse Silver ETN: Fed-Entscheid bricht Talfahrt

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 05:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Silberpreis erholt sich leicht, während der Credit Suisse ETN trotz monatlicher Ausschüttungen ein deutliches Jahresminus aufweist.

Credit Suisse Silber-ETN: Stabilisierung nach Fed-Sitzung
Ein silberner Barren auf einer glänzenden dunklen Oberfläche mit stimmungsvoller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Nach monatelangem Druck stabilisiert sich der Silbermarkt. Die jüngste Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve sorgt für das nötige Aufatmen. Bei dem Credit Suisse X-Links Silver Shares Covered Call ETN deutet sich nach einem verlustreichen Halbjahr eine Bodenbildung an.

Fed-Entscheid bringt Erleichterung

Am Mittwoch stieg der Silberpreis um rund 1,36 Prozent auf 57,92 US-Dollar pro Unze. Dieser Aufwärtstrend setzte sich am Donnerstag mit einem Plus auf 58,20 Dollar fort. Marktteilnehmer reagierten damit positiv auf das Ende des Fed-Treffens. Die Notenbank verzichtete auf neue, restriktive Signale.

Silber steht als unverzinstes Asset bei steigenden Renditen oft im Abseits. Das jüngste Signal aus Washington linderte diesen Druck spürbar. Parallel dazu profitiert das Metall von einer leichten Schwäche des US-Dollars. Trotz der Erholung bleibt die bisherige Jahresbilanz für Investoren mit einem Minus von 18,5 Prozent jedoch tiefrot.

Cashflow durch Optionsprämien

Der ETN setzt auf eine spezielle Strategie zur Ertragsgenerierung. Das Papier hält Anteile am iShares Silver Trust und verkauft gleichzeitig Call-Optionen auf diese Bestände. Die daraus resultierenden Prämien fließen monatlich an die Anleger zurück. Zuletzt erhielten Investoren am 27. Juli eine Ausschüttung von 2,0041 US-Dollar je Anteil.

Diese regelmäßigen Zahlungen konnten den massiven Kursverfall des ETN bisher nur teilweise abfedern. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Instrument ein Minus von 38,44 Prozent. Mit einem Kurs von 61,87 US-Dollar notiert das Papier nur knapp über seinem Jahrestief. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 36,8 jedoch eine überverkaufte Marktlage.

Fundamentale Lücke am Markt

Hinter den Preisbewegungen steht eine angespannte Angebotslage. Der physische Silbermarkt weist derzeit ein Defizit von etwa 46 Millionen Unzen auf. Die Industrie benötigt das Metall verstärkt für die Energiewende und moderne Elektronik. Diese strukturelle Nachfrage bildet ein Gegengewicht zu den volatilen Bewegungen am Terminmarkt.

Die hohe Volatilität von aktuell rund 47 Prozent stützt zwar die Prämieneinnahmen der Covered-Call-Strategie, erhöht aber das Risiko für den Gesamtwert. Für eine nachhaltige Erholung muss der Silberpreis die Marke von 58 US-Dollar stabil verteidigen. Anleger richten ihren Blick nun auf die kommenden Arbeitsmarktdaten aus den USA, die den nächsten Taktgeber für die Zinspolitik bilden.

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