CoStar Aktie: Homes.com-Team von 660 auf 400 gekürzt
Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 14:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
CoStar Group setzt auf eine harte Wende. Der Immobilien-Datenriese verabschiedet sich von seinem aggressiven Wachstumskurs. Das Ziel: strikte Kapitaldisziplin. An der Börse löst dieser Kurswechsel bisher vor allem Skepsis aus. Die Aktie notiert aktuell bei 25,59 Euro — ein Verlust von rund 55 Prozent seit Jahresbeginn.
Rating-Abstufung verschärft den Druck
Eine Herabstufung belastet die Stimmung zusätzlich. Analysten von Seeking Alpha raten mittlerweile zum Verkauf der Aktie. Sie sehen die organischen Wachstumsaussichten kritisch. Die massiven Kostensenkungen könnten laut Experten die künftige Marktposition gefährden. Die Sorge: CoStar spart an seiner Wettbewerbsfähigkeit.
Besonders deutlich wird der Umbau bei der Tochter Homes.com. Das Management strich das Team im Innendienst von 660 auf 400 Stellen zusammen. Dieser radikale Schritt zeigt finanzielle Wirkungen. Die Sparte meldete erstmals ein positives operatives Ergebnis (EBITDA) von 12 Millionen US-Dollar.
Einbruch bei den Neuaufträgen
Die Profitabilität erkauft sich das Unternehmen teuer. Die Neuaufträge brachen im gleichen Zeitraum um 26 Prozent ein. Das Volumen sank auf 69 Millionen US-Dollar. Dies deutet auf eine schwächere Umsatzentwicklung in den kommenden Monaten hin. Anleger werten den Rückgang als Warnsignal für die künftige Marktdurchdringung.
Als Puffer dient ein massives Aktienrückkaufprogramm. CoStar investierte im laufenden Jahr bereits 587 Millionen US-Dollar in eigene Papiere. Bis zum Jahresende soll diese Summe auf rund 700 Millionen US-Dollar steigen. Das Management reagiert damit auch auf Forderungen von aktivistischen Investoren wie D.E. Shaw und Third Point.
Parallel dazu senkte die Unternehmensführung die Jahresprognose. Der erwartete Umsatz liegt nun bei maximal 3,755 Milliarden US-Dollar. Trotz der prall gefüllten Kasse bleibt der Markt vorsichtig. Der Erfolg der neuen Strategie hängt nun an den kommenden Quartalsergebnissen und der Stabilisierung der Neuaufträge.
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