Corn, Gewinnmitnahmen

Corn: Gewinnmitnahmen nach Kursfeuerwerk

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 21:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mais-Futures geben nach Rallye leicht nach, da erwartete Regenfälle Ertragssorgen im US-Corn-Belt mildern. Der Markt fokussiert sich auf kommende Feldbegehung.

Corn-Futures: Gewinnmitnahmen nach Regenprognose im US-Belt
Weites, goldenes Maisfeld im sanften Licht der Abendsonne. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Nach dem kräftigen Satz nach oben kommt die Verschnaufpause. Maisfutures gaben am Donnerstag nach, nachdem der Vortag noch einen deutlichen Kurssprung gebracht hatte. Der Grund für den Rücksetzer: Regenfälle, die für die kommende Woche im Kerngebiet des US-Corn-Belts im Mittleren Westen vorhergesagt werden und die Ertragssorgen dämpfen.

Der Dezember-Kontrakt an der Chicago Board of Trade fiel um 8,75 Cent auf 4,72 Dollar je Scheffel. Auslöser der Rally am Vortag war ein Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums, der die Anbauflächen-Schätzungen für Mais und Sojabohnen 2026 nach oben korrigierte, gleichzeitig aber die erwarteten Durchschnittserträge senkte. Marktteilnehmer sprachen von einer Überraschung bei Fläche und Ertrag, die den Markt zunächst kräftig nach oben trieb — nun folgt die Korrektur.

Ein Monat Corn gegen ein Jahr Soja

Der Vergleich mit Sojabohnen zeigt, wie unterschiedlich die beiden Märkte gerade laufen. Auf Monatssicht legte Mais um 7,17 Prozent zu, während Sojabohnen nur 0,12 Prozent gewannen. Seit Jahresbeginn dreht sich das Bild jedoch um: Soja liegt mit 13,31 Prozent deutlich vor Mais mit 7,23 Prozent.

Technisch bewegt sich Mais nahe seiner Jahreshöchststände. Der Kontrakt notiert bei rund 88 Prozent seiner 52-Wochen-Spanne, während Soja bei etwa 81 Prozent steht — Mais drückt also stärker gegen die eigene Decke. Das Chartbild bleibt mit einem RSI von 54,8 neutral, das Wochensignal wird als "Strong Buy" eingestuft. Ein Ausbruch über die 52-Wochen-Marke von 492 Cent je Scheffel gilt als nächster wichtiger Widerstand.

Gestützt wird der Sojabohnenmarkt unterdessen von robuster Exportnachfrage, insbesondere durch anhaltende Käufe Chinas als größtem Importeur. Die weltweit hohen Vorräte an Mais und Sojabohnen, befeuert durch aktuelle Ernteschätzungen aus Brasilien und Argentinien, begrenzen jedoch das Aufwärtspotenzial in beiden Märkten.

Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich nun auf eine große Feldbegehung in der kommenden Woche, die weitere Hinweise auf die tatsächlichen Ertragsaussichten für US-Mais und Sojabohnen liefern soll. Bis dahin dürfte die Regenprognose für diese Woche die akutesten Ertragssorgen erst einmal beruhigen.

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