CoreWeave, Aktie

CoreWeave Aktie: Tepper investiert 107 Millionen

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 02:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

CoreWeave steigert Umsatz und Auftragsbestand deutlich, verzeichnet aber höhere Verluste. Appaloosa investiert, während Insider Aktien verkaufen.

CoreWeave: Appaloosa steigt ein, Analysten erhöhen Kursziel
Hochmoderne Server-Infrastruktur in einem Rechenzentrum mit blauer Beleuchtung als Symbol für KI-Investitionen. Illustration mit AI erstellt.

CoreWeave, der Spezialist für Cloud-Infrastruktur im Bereich der Künstlichen Intelligenz, erhält prominente Unterstützung an der Wall Street. Während Starinvestor David Tepper mit seinem Hedgefonds Appaloosa Management neu eingestiegen ist, hoben Analysten ihre Kursziele für das Unternehmen an. Diese positive Dynamik am Markt steht jedoch umfangreichen Aktienverkäufen aus der Führungsebene gegenüber, die im Rahmen von vorab festgelegten Handelsplänen durchgeführt wurden.

Rückenwind durch institutionelle Anleger und Analysten

Laut einer aktuellen Pflichtmitteilung hat Appaloosa Management im zweiten Quartal 2026 eine bedeutende Position in CoreWeave aufgebaut. Der Hedgefonds investierte rund 107 Millionen US-Dollar in das Unternehmen.

Parallel dazu bekräftigte Nvidia seine Rolle als strategischer Partner und erhöhte Medienberichten zufolge seinen Anteil. Bereits zum Ende des ersten Quartals hielt der Halbleiter-Konzern rund 47,2 Millionen Anteile an CoreWeave, was einem Marktwert von etwa 3,66 Milliarden US-Dollar entsprach.

Zusätzliche Impulse kamen am Dienstag von der Analystenseite. Truist Securities hob das Kursziel für die Aktie von 155 auf 165 US-Dollar an und bestätigte die Kaufempfehlung.

Die Experten verwiesen auf eine verbesserte Preisgestaltung und vorteilhafte Vertragsstrukturen, die eine Ausweitung der Margen gegen Ende des Jahres 2026 unterstützen dürften. Die Analysten sehen das Unternehmen gut positioniert, um von der anhaltenden Nachfrage nach spezialisierter Rechenleistung zu profitieren.

Rekord-Auftragsbestand trifft auf operative Verluste

Die operativen Kennzahlen verdeutlichen das rasante Wachstum im Sektor für KI-Infrastruktur. Im zweiten Quartal 2026 erzielte CoreWeave einen Umsatz von 2,575 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen leicht. Besonders beeindruckend entwickelte sich der Auftragsbestand (Revenue Backlog), der im Vergleich zum Vorjahr um 246 Prozent auf 104 Milliarden US-Dollar anstieg.

Große Technologiekonzerne treiben diese Entwicklung voran: So hat Meta zusätzliche Ausgaben in Höhe von 21 Milliarden US-Dollar zugesagt, während Anthropic einen mehrjährigen Vertrag über Rechenleistung unterzeichnete. Auch das Investmenthaus Jane Street sicherte sich Kapazitäten im Wert von 6 Milliarden US-Dollar.

Trotz des massiven Umsatzwachstums weitete sich der Nettoverlust im zweiten Quartal auf 626 Millionen US-Dollar aus, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Minus von 290 Millionen US-Dollar zu Buche gestanden hatte.

Für das Gesamtjahr 2026 hob das Management die Umsatzprognose auf eine Spanne von 12,4 bis 13,2 Milliarden US-Dollar an. Das bereinigte Betriebsergebnis wird zwischen 960 Millionen und 1,15 Milliarden US-Dollar erwartet.

Insider-Verkäufe und aktuelle Marktlage

Während institutionelle Investoren ihre Positionen ausbauen, nutzten Mitglieder der Geschäftsführung das Kursniveau für Veräußerungen. CEO Michael N. Intrator veräußerte am Dienstag sowie bereits am 1. September Aktienpakete.

Auch die Generalbevollmächtigte Kristen J. McVeety trennte sich am Dienstag von 97.500 Anteilen zu einem Durchschnittspreis von 93,94 US-Dollar, nachdem sie zuvor Optionen ausgeübt hatte. Diese Transaktionen wurden gemäß der US-Handelsregel 10b5-1 durchgeführt, die es Insidern erlaubt, Verkäufe lange im Voraus zu planen, um den Vorwurf des Insiderhandels zu vermeiden.

An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt stabil. Der Schlusskurs lag am Freitag bei 76,88 Euro, was einem Zuwachs von 0,1 Prozent entspricht. Seit Beginn des Jahres verzeichnet die Aktie ein Plus von 20 Prozent. Trotz dieser Erholung seit dem Jahreswechsel notiert der Wert aktuell rund 3,5 Prozent unter seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage von 79,65 Euro, was die volatile Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate unterstreicht.

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