CoreWeave Aktie: NVIDIA Rubin-Cluster in Betrieb genommen
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 06:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Cloud-Infrastrukturanbieter CoreWeave treibt seine finanzielle Neuaufstellung voran. Nach der Preisfestsetzung am vergangenen Freitag war für den gestrigen Dienstag die Abwicklung einer aufgestockten privaten Emission von Wandelanleihen über insgesamt $3,7 Milliarden angesetzt.
Die Papiere sind mit einem Kupon von 2,875 % ausgestattet und laufen bis 2033. Aus der Platzierung, die gegenüber dem ursprünglichen Plan um $700 Millionen vergrößert wurde, bezifferte das Unternehmen den geschätzten Nettoerlös vor Abzug der Emissionskosten auf rund $3.644,5 Millionen.
Im gestrigen Handel legte die Aktie um 1,5 % auf einen Schlusskurs von 75,68 € zu. Damit verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von 18 %.
Aktienprogramm zielt auf Investment-Grade-Profil
Flankiert wird die Wandelanleihe durch ein weiteres Finanzierungsinstrument. Am Donnerstag legte CoreWeave ein Vertriebsprogramm über die Börse auf. Über dieses At-the-Market-Programm kann das Unternehmen bei Bedarf bis zu 35.000.000 Class-A-Stammaktien platzieren. Als Begründung nannte CoreWeave neben laufender finanzieller Flexibilität das Ziel, das unternehmenseigene Kreditprofil schrittweise in Richtung Investment Grade zu führen.
Die frischen Mittel treffen auf eine Phase stark expandierender Geschäftstätigkeit. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, verzeichnete CoreWeave zu Beginn des dritten Quartals 2026 neue Nettokundenzusagen von mehr als $25 Milliarden.
Parallel dazu kletterte die vertraglich gesicherte Gesamtrechenleistung per 11. August 2026 auf rund 4,2 Gigawatt, nachdem sie per 30. Juni 2026 noch bei rund 3,7 Gigawatt gelegen hatte.
Für kurz laufende Rechenzeitverträge mit Laufzeiten von drei bis sechs Monaten erzielte CoreWeave im dritten Quartal 2026 Preise von rund $40 Millionen pro Megawatt, berechnet als annualisierter Umsatz bezogen auf die benötigte elektrische Leistung.
Erweiterung der Cloud-Infrastruktur
Neben den Finanzierungsaktivitäten baut CoreWeave das technische Leistungsangebot aus. Am vergangenen Mittwoch meldete das Unternehmen die Inbetriebnahme eines Multi-Rack-Clusters mit NVIDIA Vera Rubin NVL72 auf der CoreWeave Cloud. Dieser fasst hunderte NVIDIA-Rubin-Grafikprozessoren in einem Scale-Out-Verbund zusammen, der speziell für agentenbasierte KI-Arbeitslasten ausgelegt ist. Zudem ergänzte CoreWeave seinen Objektspeicher um regionsübergreifende Schreibbeschleunigung sowie eine Speicherklasse zur Archivierung.
Ergänzend zu den Cloud-Ressourcen führte CoreWeave den Service Physical AI Field Engineering ein, bei dem Ingenieure direkt mit Kundenteams physische KI-Systeme auf Basis proprietärer Daten entwickeln. Zudem besteht eine Zusammenarbeit mit Parallel Works, um Nutzern biologischer Forschungsprojekte der Behörde DARPA eine verwaltete KI-Cloud-Umgebung bereitzustellen.
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