CoreWeave, Aktie

CoreWeave Aktie: Hudson River Trading sichert sich Cloud-Vertrag

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 19:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

CoreWeave sichert sich mehrjährigen Cloud-Vertrag mit Hudson River Trading. Der KI-Infrastrukturanbieter treibt trotz hoher Schuldenlast sein Wachstum weiter voran.

CoreWeave erweitert Partnerschaft mit Hudson River Trading im KI-Bereich
Moderne Serverarchitektur in einem Rechenzentrum als Symbol für Cloud-Infrastruktur und digitale Vernetzung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Spezialunternehmen für KI-Infrastruktur CoreWeave treibt seinen Wachstumskurs durch eine bedeutende Erweiterung im Finanzsektor voran. Gestern gab der Konzern den Abschluss eines mehrjährigen Vertrages mit Hudson River Trading (HRT) bekannt.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die quantitative Handelsfirma die Cloud-Computing-Dienste von CoreWeave nutzt, um ihre Forschungsaktivitäten und neuen Handelsmodelle im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu unterstützen.

Ausbau der Kapazitäten für Handelsmodelle

Die nun geschlossene Vereinbarung stellt eine signifikante Ausweitung der bestehenden Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen dar. Jon Jones, Chief Revenue Officer bei CoreWeave, bezeichnete den Abschluss als wesentliche Expansion, ohne jedoch die exakten finanziellen Details der Transaktion offenzulegen.

Für CoreWeave bedeutet der Deal einen weiteren Schritt in der Strategie, spezialisierte Hochleistungskapazitäten für rechenintensive Anwendungen bereitzustellen.

Dieser Ausbau der Kundenbasis erfolgt vor dem Hintergrund eines massiv wachsenden Auftragsbestands. Das Unternehmen gab am 11. August bekannt, dass der Umsatz-Backlog auf 104 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Dabei sind neue Verpflichtungen aus dem dritten Quartal in Höhe von über 25 Milliarden US-Dollar noch nicht einmal in dieser Summe enthalten.

Um die steigende Nachfrage zu bedienen, plant CoreWeave bis zum Jahresende eine verfügbare Leistung von über 1,85 Gigawatt in seinen Rechenzentren bereitzustellen.

Milliarden-Backlog trifft auf hohe Verschuldung

Die finanzielle Dynamik von CoreWeave bleibt durch extreme Skalierung geprägt. Im zweiten Quartal, das am 30. Juni endete, kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 112 Prozent auf 2,58 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten leicht. Für das Gesamtjahr 2026 hob das Management die Umsatzprognose auf eine Spanne zwischen 12,4 Milliarden und 13,2 Milliarden US-Dollar an.

Dieses Wachstum wird jedoch durch einen massiven Kapitaleinsatz erkauft. Die jährlichen Investitionsausgaben werden auf 35 bis 39 Milliarden US-Dollar taxiert. Zur Finanzierung dieser Expansion und der notwendigen Nvidia-Grafikprozessoren wies die Bilanz zum Quartalsende Schulden in Höhe von 35 Milliarden US-Dollar aus.

Erst am 10. August sicherte sich das Unternehmen einen weiteren Terminkredit über 3,1 Milliarden US-Dollar, der durch Infrastruktur für Hochleistungsrechnen besichert ist. Zudem platzierte der Konzern seine erste Euro-Anleihe am Kapitalmarkt.

Analysten heben Kursziele nach Rekordquartal an

In Reaktion auf die jüngsten Geschäftszahlen und Prognosen haben zahlreiche Analysehäuser am Montag ihre Einschätzungen aktualisiert. Die Experten von Cantor Fitzgerald bestätigten ihre Einstufung mit „Overweight“ und erhöhten das Kursziel von 167 auf 176 US-Dollar.

Im Gegensatz dazu bleibt das Analysehaus Bernstein deutlich skeptischer. Dort wurde das Kursziel zwar von 67 auf 74 US-Dollar angehoben, die Einstufung lautet jedoch weiterhin „Underperform“.

An der Börse zeigt sich das Papier heute mit einem moderaten Abschlag und notiert bei 76,46 Euro, was einem Minus von 0,6 Prozent entspricht. Trotz der jüngsten Volatilität und eines deutlichen Kursrückgangs am Dienstag infolge allgemeiner Marktsorgen um risikoreiche Wachstumswerte verzeichnet die Aktie seit Jahresbeginn ein Plus von 19 Prozent.

Parallel zur operativen Expansion kam es zuletzt zu größeren Aktienverkäufen durch die Unternehmensführung. Sowohl CEO Michael Intrator als auch CDO Brannin McBee veräußerten am Montag und Dienstag größere Aktienpakete im Rahmen von vorab festgelegten Handelsplänen.

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