Constellation Brands Aktie: Zukauf im Vodka-Segment
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 22:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Constellation Brands kauft sich in einen jungen Trend ein. Der Corona-Hersteller übernimmt die Marke SpikedAde und stellt am selben Abend zudem Quartalszahlen vor, die beim Gewinn unter den Erwartungen blieben.
Kleiner Kaufpreis, großer Earn-out
SpikedAde mischt Geschmacksrichtungen, die an Sportgetränke erinnern, mit einer Vodka-Basis. Das Getränk ist zuckerfrei, hat 100 Kalorien und keine Kohlensäure. Die Marke ist vor allem im Osten der USA vertreten und wächst laut Unternehmen mit hohen Nachbestellraten.
Beim Preis setzt Constellation auf Erfolgsbeteiligung. Bei Abschluss fließen 75 Millionen Dollar für 100 Prozent der Firma. Weitere Zahlungen von bis zu 278 Millionen Dollar über fünf Jahre hängen von der künftigen Entwicklung der Marke ab.
Der Konzern begründet den Schritt mit dem Wachstum spirituosenbasierter Fertiggetränke. Deren Umsatz stieg zuletzt um 25 Prozent. Das SpikedAde-Team wandert in die Bier-Sparte, die Produktion, das Marketing und den Vertrieb übernimmt Constellation selbst.
Gewinn verfehlt, Umsatz besser
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 verdiente Constellation 3,32 Dollar je Aktie. Analysten hatten 3,61 Dollar erwartet, im Vorjahresquartal waren es 3,63 Dollar. Der Umsatz übertraf mit 2,63 Milliarden Dollar die Prognose von 2,54 Milliarden Dollar.
Die Aktie hatte vor den Zahlen zuletzt bei rund 116 Dollar geschlossen und lag nur knapp über dem Jahrestief von 110,60 Dollar. Nachbörslich gab sie gut zwei Prozent nach. Die Optionsmärkte hatten eine Schwankung von etwa 5,4 Prozent eingepreist.
Der Gewinnausblick für das Gesamtjahr liegt bei 11,20 bis 11,90 Dollar je Aktie. Die Konsensschätzung von 11,72 Dollar liegt innerhalb dieser Spanne. Die Erwartungen waren zuvor gesunken, mehrere Häuser hatten ihre Kursziele gekappt, darunter UBS auf 145 Dollar und TD Cowen auf 150 Dollar.
Bier im Blick
Wichtig wird der Kommentar zum Biergeschäft. Für das Geschäftsjahr galt bislang eine Spanne von minus einem bis plus einem Prozent beim Bier-Nettoumsatz. RBC rechnete zuletzt mit dem unteren Ende. Beobachtet werden zudem Modelo und Corona sowie die Nachfrage hispanischer Verbraucher, die Analysten mit hohen Benzinpreisen in Verbindung bringen.
Am Mittwoch, 7. Oktober, um 14:00 Uhr deutscher Zeit (8:00 Uhr Ortszeit in New York) erläutern CEO Nicholas Fink und Finanzchef Garth Hankinson Zahlen und Ausblick in einer Telefonkonferenz. Dann dürfte sich zeigen, wie das Management SpikedAde in die Strategie einordnet und ob es beim Bier an der Prognosespanne festhält.
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