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Conagra Brands Aktie: Gewinn schlägt Erwartungen deutlich

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 14:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kostensenkungen und höhere Erträge aus Ardent Mills stützen den Quartalsgewinn trotz rückläufiger Erlöse und schwachem Cashflow.

Fotoreale Lebensmittelfabrik mit Förderband und Mitarbeitern in Schutzkleidung
Conagra Brands US2058871029 zeigt eine automatisierte Lebensmittelproduktionslinie mit modernem Förderband und Arbeitern Illustration mit AI erstellt.

Conagra Brands hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 mehr verdient als erwartet, obwohl der Umsatz schrumpft. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,41 Dollar, Analysten hatten mit 0,28 Dollar gerechnet. Vorbörslich legte die Aktie gut drei Prozent zu.

Gewinn dank Kostendisziplin und Ardent Mills

Der Umsatz sank um 1,4 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar und lag damit leicht über den Erwartungen. Organisch ging er um 1,1 Prozent zurück. Der Absatz schrumpfte um 2,1 Prozent, höhere Preise und ein besserer Produktmix glichen das teilweise aus.

Den Gewinnsprung erklärt vor allem die Kostenseite. Die bereinigten Verwaltungs- und Vertriebskosten sanken, obwohl der Konzern seine Werbeausgaben um gut 15 Prozent erhöhte. Hinzu kam ein kräftiger Ergebnisbeitrag des Gemeinschaftsunternehmens Ardent Mills: Die Beteiligungserträge stiegen um knapp 72 Prozent auf 50 Millionen Dollar, weil das Mehlgeschäft die Schwankungen am Weizenmarkt gut gemeistert hat.

Die bereinigte operative Marge lag bei 11,5 Prozent und damit 33 Basispunkte unter dem Vorjahr. Rückerstattungen von Zöllen in Höhe von rund vier Millionen Dollar halfen nur marginal.

Segmente mit gemischtem Bild

Im Bereich Grocery & Snacks fiel der organische Umsatz um 2,0 Prozent, der operative Gewinn ging deutlich zurück. Refrigerated & Frozen verlor 1,6 Prozent. International wuchs organisch um 0,9 Prozent, Foodservice um 3,3 Prozent. Beim Foodservice-Geschäft half allerdings die zeitliche Verschiebung von Kundenbestellungen, die im Vorjahr erst im dritten Quartal anfielen.

Marktanteile gewann Conagra unter anderem bei Tiefkühlgemüse, Pudding, Chili und Hot Dogs. CEO John Brase sprach von einem soliden Start und verwies auf Fortschritte bei Margenverbesserung, höheren Investitionen und der Neuausrichtung der Kapitalallokation.

Schwacher Cashflow, hohe Verschuldung

Die Kehrseite zeigt die Liquidität. Der operative Cashflow war mit minus vier Millionen Dollar leicht negativ, im Vorjahr flossen noch 121 Millionen Dollar zu. Höhere Vorräte und Zahlungen für Rechtsstreitigkeiten belasteten. Der freie Cashflow lag bei minus 128 Millionen Dollar.

Die Nettoverschuldung sank im Jahresvergleich um 2,5 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar. Der Verschuldungsgrad liegt mit dem 3,99-Fachen des bereinigten EBITDA nahe der Zielmarke von rund 4,0 zum Geschäftsjahresende. Die Quartalsdividende betrug 0,35 Dollar je Aktie.

Prognose bestätigt

Der Vorstand bekräftigt die Jahresziele: einen organischen Umsatzrückgang von einem bis drei Prozent, eine bereinigte operative Marge von 10,0 bis 10,5 Prozent und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,40 bis 1,50 Dollar. Die Mitte der Spanne liegt minimal über dem Analystenkonsens von 1,44 Dollar.

Der Aktienkurs schloss zuletzt bei 14,13 Dollar und hat binnen zwölf Monaten gut ein Viertel eingebüßt. In den vergangenen 90 Tagen gab es zehn negative Gewinnrevisionen und keine positive. Der vorbörsliche Aufschlag auf rund 14,50 Dollar ist daher zunächst eine Erleichterung, noch keine Trendwende.

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