Coles, Aktie

Coles Aktie: Digitale Dividende

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 04:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Coles steigert Nettogewinn um 13,7 Prozent und erhöht Dividende. Automatisierte Zentren tragen erstmals zum Ergebnis bei, während die Liquor-Sparte schwächelt.

Coles übertrifft Erwartungen: Gewinnsprung dank profitabler Online-Logistik
Modernes Einzelhandelslager mit sanftem, goldenem Licht, das Wohlstand und digitales Dividendenwachstum symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Online-Handel als Gewinntreiber statt reiner Kostenfaktor: Coles liefert den Beweis, dass sich jahrelange Investitionen in automatisierte Logistik jetzt auszahlen. Die australische Supermarktkette meldete für das Geschäftsjahr 2026 einen Gewinnsprung, der die Erwartungen der Analysten übertraf – die Aktie legte am Dienstag um rund 2,5 Prozent auf 23,20 australische Dollar zu.

Der zugrunde liegende Nettogewinn kletterte um 13,7 Prozent auf 1,26 Milliarden australische Dollar. Das operative Ergebnis (EBIT ohne Sondereffekte) stieg um 9,9 Prozent auf 2,322 Milliarden australische Dollar, während der Umsatz um 2,8 Prozent auf 45,6 Milliarden australische Dollar zulegte.

Die Dividende steigt um 13 Prozent auf 78 Cent je Aktie, vollständig mit Steuergutschrift versehen – eine deutliche Belohnung für Aktionäre, die die Automatisierungsstrategie mitgetragen haben.

Online-Geschäft wird zum Margentreiber

Der eigentliche Clou steckt im E-Commerce: Die Online-Umsätze sprangen um 26,4 Prozent auf 5,6 Milliarden australische Dollar, die Durchdringungsrate kletterte auf 13,6 Prozent. Entscheidend dabei: Die automatisierten Kundenfulfillment-Zentren erreichten im zweiten Betriebsjahr erstmals EBITDA-Profitabilität. Was jahrelang Kapital verschlungen hat, trägt sich jetzt selbst und wächst obendrein profitabel.

Das Supermarktgeschäft blieb der Hauptmotor der Gruppe. Die Marge weitete sich um 43 Basispunkte auf 5,7 Prozent aus, gestützt durch ein Sortiment aus mehr als 5.600 Eigenmarkenprodukten und ein florierendes Flybuys-Treueprogramm mit rund 10,3 Millionen aktiven Mitgliedern.

Liquor-Sparte bremst die Bilanz

Ein Schatten fällt auf das Getränkegeschäft: Der Umsatz sank um 3,3 Prozent, das EBIT brach um 47,8 Prozent auf nur noch 59 Millionen australische Dollar ein. Coles reagiert mit einem mehrjährigen Umbauprogramm, das Filialen stärker mit Supermärkten verzahnen und das Netzwerk verschlanken soll. Im Zuge dessen sollen im Geschäftsjahr 2027 rund 30 Filialen schließen.

Für das laufende Geschäftsjahr bestätigte das Management die Wachstumsrichtung: In den ersten acht Wochen entwickelten sich die Umsätze im Rahmen des vierten Quartals, die Online-Durchdringung stieg bereits auf 15,7 Prozent.

Parallel dazu investiert Coles rund 190 Millionen australische Dollar in ein neues Kompetenzzentrum in Partnerschaft mit Accenture, das ab dem Geschäftsjahr 2029 jährlich mehr als 100 Millionen australische Dollar an Effizienzgewinnen bringen soll.

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