Coherent Aktie: Directors verkaufen nach Rekordquartal
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 05:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bei Coherent trennen sich gleich zwei Directors von Aktienpaketen im Millionenwert. Stephen Skaggs veräußerte Anfang der Woche Anteile im Wert von 629.061 Dollar, Enrico Digirolomo verkaufte in einer separaten Transaktion Aktien für 628.998 Dollar.
Beide Verkäufe erfolgten im Rahmen von automatisierten 10b5-1-Handelsplänen, die bereits Ende 2025 aufgesetzt wurden — ein Hinweis darauf, dass die Transaktionen nicht spontan erfolgten, sondern langfristig terminiert waren.
Die Verkaufspreise lagen zwischen 275,19 und 281,45 Dollar je Aktie. Aktuell notiert das Papier bei 268,64 Dollar, nach einem Wochenminus von 9 Prozent. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von rund 204 Prozent zu Buche — die Verkäufe relativieren sich vor diesem Hintergrund als Gewinnmitnahme nach einem außergewöhnlichen Lauf.
Starke Zahlen als Kontext
Die Insider-Verkäufe fallen in eine Phase, in der Coherent operativ überzeugt. Das vierte Fiskalquartal brachte einen Rekordumsatz von 2,05 Milliarden Dollar, deutlich über der Analystenerwartung von 1,99 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,74 Dollar und übertraf die Konsensschätzung von 1,62 Dollar.
Die bereinigte Bruttomarge kletterte auf 40,2 Prozent, die operative Marge auf 21,8 Prozent. Stifel und Needham reagierten mit Kurszielen von jeweils 420 Dollar und bestätigten ihre Kaufempfehlungen. Auch der Ausblick für das erste Quartal des Fiskaljahres 2027 fiel optimistisch aus — Umsatz und Gewinn je Aktie sollen die bisherigen Erwartungen übertreffen.
Nachfrage übersteigt Angebot
Auf einer Halbleiterkonferenz von Jefferies berichtete Coherent von außergewöhnlicher Nachfrage nach seinen optischen Komponenten, die vor allem im Zusammenhang mit KI-Infrastruktur stehen. Das Management rechnet damit, dass die Nachfrage die Produktionskapazitäten für die nächsten 12 bis 18 Monate übersteigen wird — ein Szenario, das perspektivisch Investitionen in zusätzliche Kapazitäten nötig machen könnte.
Die Kombination aus Rekordzahlen, angehobenen Kurszielen und robuster Nachfrageprognose zeichnet ein positives Bild für das Unternehmen. Die Insider-Verkäufe der beiden Directors ändern daran wenig — sie fallen in eine Größenordnung von jeweils unter einer Million Dollar und erfolgten über automatisierte Handelspläne, die lange vor der jüngsten Kursschwäche festgelegt wurden.
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