Coca-Cola Europacific Partners Aktie: Kostendruck trotz Rekordsommer
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 09:56 Uhr | Redaktion boerse-global.deStarkes Quartal, unveränderter Ausblick, trotzdem ein Minus an der Börse: Coca-Cola Europacific Partners hat im dritten Quartal kräftig zugelegt, warnt aber vor steigenden Betriebskosten. Die Aktie gab im frühen Handel um 2,5 Prozent nach.
Zero Sugar und Energy treiben das Wachstum
Der Umsatz stieg um 6,5 Prozent auf 5,76 Milliarden Euro und lag damit über den Erwartungen von rund 5,68 Milliarden Euro. Währungsbereinigt wuchs er um 5,8 Prozent. Das Absatzvolumen legte um 3,5 Prozent zu, in Europa um 2,3 Prozent, in der Region Asien-Pazifik um 6,3 Prozent.
Getragen wurde das Plus von Zero-Sugar-, Energy- und Hydration-Produkten. Coca-Cola Zero Sugar wuchs um 9,7 Prozent, Energy sogar um 17,3 Prozent. Auch Sportgetränke und Wasser legten zweistellig zu, begünstigt vom warmen Sommer und der Fußball-Weltmeisterschaft. Der Umsatz je Kiste stieg um 2,2 Prozent.
Ein Dämpfer kam aus Deutschland. Dort sank das Volumen leicht, nachdem im September eine vorübergehende Störung bei einem Kunden das zuvor solide Wachstum ausgebremst hatte.
Kosten: Iran-Krieg belastet
Die geopolitische Lage schlägt auf die Betriebskosten durch. Der Iran-Krieg hat Energie-, Rohstoff- und Frachtkosten nach oben getrieben. Wie stark das Unternehmen betroffen ist, beziffert es nicht. Vorstandschef Damian Gammell verweist auf Preisdisziplin, strikte Kontrolle der Ausgaben und Produktivitätsgewinne.
Einen Puffer gibt es: Mehr als 95 Prozent des Rohstoffbedarfs für 2026 sind abgesichert. Für das Gesamtjahr bleibt die Prognose bestehen, der Umsatz soll um 3 bis 4 Prozent wachsen, das operative Ergebnis um rund 7 Prozent. Manche Analysten hatten auf ein Anheben am oberen Ende der Umsatzspanne gehofft. Das könnte die verhaltene Reaktion erklären, zumal die Aktie zuletzt nahe ihrem Jahreshoch notierte.
Dividende und Rückkauf laufen
Der Verwaltungsrat hat eine Zwischendividende von 1,42 Euro je Aktie beschlossen. Sie wird am 3. Dezember 2026 gezahlt, Stichtag ist der 20. November. Für das Gesamtjahr summiert sich die Ausschüttung auf 2,24 Euro, die Quote liegt bei rund 50 Prozent.
Vom auf eine Milliarde Euro angelegten Aktienrückkauf sind bereits rund 880 Millionen Euro umgesetzt (Stand 30. Oktober). Der Free Cashflow soll mindestens 1,7 Milliarden Euro erreichen.
Die vollständigen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr legt der Konzern am 18. Februar 2027 vor. Dann zeigt sich, wie stark die Kostenbelastung das Schlussquartal tatsächlich getroffen hat, in dem es zudem sechs Verbrauchstage weniger gibt als im Vorjahr.
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