Clicks: Aktie fällt trotz Rekordumsatz
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 04:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deClicks wächst beim Umsatz, kommt beim Absatz aber kaum voran. Das ist die zentrale Schwäche der am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2026. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf zusätzliche Filialen und neue Angebote im Apothekengeschäft. Die Expansionspläne stehen damit einer bislang verhaltenen operativen Dynamik gegenüber.
Die Aktie verlor am Freitag -6,4% und schloss bei 11,70 €. Der Kursrückgang zeigt, dass der Rekordumsatz allein die Anleger nicht überzeugt.
Umsatzwachstum mit begrenzter Dynamik
Der Gruppenumsatz erreichte 50,4 Milliarden Rand und stieg damit um 5,4%. Das Einzelhandelsvolumen legte dagegen lediglich um 0,3% zu. Hinter dem höheren Umsatz steht somit kaum zusätzliches Absatzvolumen.
Für Anleger ist diese Unterscheidung wesentlich: Steigende Erlöse bedeuten nicht automatisch eine entsprechend stärkere Nachfrage. Die geringe Mengendynamik begrenzt die Aussagekraft des Umsatzrekords. Zugleich entwickeln sich die Geschäftsbereiche beim Gewinn unterschiedlich.
Bei UPD stieg der Umsatz um 9,2%, während der Handelsgewinn um 10,4% sank. Im Einzelhandel erhöhte sich der Handelsgewinn hingegen um 9,9%.
Damit lieferte der Einzelhandel einen positiven Ergebnisbeitrag, während UPD trotz höherer Erlöse weniger Handelsgewinn erwirtschaftete. Der Konzern verzeichnet also kein gleichmäßiges Wachstum über beide Bereiche hinweg.
Analyst Jared Hoover schätzte Umsatz, verwässertes bereinigtes Ergebnis je Aktie und Dividende je Aktie für das zweite Halbjahr auf 2–4% unter den Markterwartungen. Die Gruppen-Handelsmarge lag bei 9,7%, nach 9,8% im Vorjahr.
Filialausbau trotz schwieriger Marktbedingungen
Clicks reagiert auf das schwierige Umfeld nicht mit einem Stopp der Expansion. CEO Bertina Engelbrecht erläuterte am Freitag in einem Interview den Plan, das Filialnetz weiter auszubauen. Damit setzt das Unternehmen auch künftig auf zusätzliche Standorte als Wachstumsweg.
Für das Geschäftsjahr 2027 plant Clicks 40–50 neue Filialen.
Der Ausbau eröffnet zusätzliche Absatzmöglichkeiten. Er ersetzt jedoch nicht die Bedeutung einer stärkeren Nachfrage im bestehenden Geschäft. Für die Beurteilung der Strategie kommt es deshalb auch darauf an, ob Clicks neben neuen Standorten wieder mehr Mengendynamik erreicht.
Apothekenangebote sollen neue Nachfrage erschließen
Weitere Wachstumschancen sieht Engelbrecht bei GLP-1-Medikamenten zur Gewichtsabnahme. Eine breitere Nutzung verbindet sie allerdings mit deutlich sinkenden Behandlungskosten. Es handelt sich damit um eine preisabhängige Chance und nicht um bereits gesichertes Geschäft.
Derzeit kosten die Behandlungen nach ihren Angaben monatlich 2.000–3.000 Rand. Bei einem Rückgang auf etwa 30% des heutigen Preisniveaus erwartet Engelbrecht eine stärkere Nutzung.
Parallel verfolgt Clicks Pläne für einen erweiterten Medikamentenlieferservice. Die angestrebte Lieferung rund um die Uhr hängt vom Ausbau der UniCare-Apotheken ab. Auch hier bleibt die Umsetzung an weitere Voraussetzungen gebunden.
Für Anleger ergibt sich ein gemischtes Bild: Der Einzelhandel steigert seinen Handelsgewinn, und Clicks verfolgt konkrete Expansionspläne. Dem stehen ein nahezu stagnierendes Einzelhandelsvolumen und die schwächere Gewinnentwicklung bei UPD gegenüber. Entscheidend ist deshalb nicht allein die Größe des Filialnetzes, sondern wie profitabel Clicks zusätzliche Nachfrage erschließt.
CLICKS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue CLICKS-Analyse vom 25. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten CLICKS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für CLICKS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
CLICKS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
